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Anlagen für den Plattenzuschnitt werden modernisiert / Blick auf Ende der Wirtschaftskrise

Wini investiert Millionen-Betrag in Fertigung

Marienau (hen). Gute Nachrichten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten meldet gestern das Unternehmen Wini: Bis 2010 will der Büromöbelhersteller am Standort Marienau einen Millionen-Betrag in die Fertigung investieren. Dabei sollen Maschinen modernisiert werden: Neben der Anschaffung einer neuen Plattenaufteilsäge mit vollautomatischer Beschickung plant das Unternehmen im Verlauf des Jahres weitere Investitionen in die Produktionsanlagen.

veröffentlicht am 20.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Kurzarbeit noch bis Ende Oktober

Getätigt werden die Investitionen mit Blick auf ein Ende der Krise, sagt Pressesprecherin Diana Repenning auf Anfrage. Denn auch der Markt für Büroeinrichtungen hat in den ersten Monaten 2009 einen erheblichen Rückgang verkraften müssen, erklärt Carolina Schmidt-Karsch, Geschäftsführende Gesellschafterin: „Wini stellt sich auf einen deutlich zweistelligen Umsatzrückgang in 2009 ein.“ Nachdem bereits Fremdleistungen und Leihpersonal zurückgefahren worden sind, ist im März eine Vereinbarung zur Kurzarbeit abgeschlossen worden – vorerst bis Ende Oktober. „Exakte Prognosen zur Entwicklung bis Ende des Jahres sind derzeit weder möglich noch seriös. Die sich nach wie vor zuspitzende Wirtschafts-, Finanzmarkt- und Papierwährungskrise ist historisch ohne Beispiel und kann in ihrem weiteren Verlauf nicht vorhergesagt werden“, so Carolina Schmidt-Karsch weiter.

Trotz der Unsicherheiten werde das Unternehmen, das 217 Mitarbeiter hat, die Investitionstätigkeit in 2009 ausweiten und die wichtigen Modernisierungs- und Ersatzinvestitionen im Maschinen- und Logistikbereich der Teilevorfertigung vornehmen. „Damit stellt das Unternehmen die Weichen, um gestärkt und mit verbesserter Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität aus der Krise hervorzugehen“, sagt die Geschäftsführende Gesellschafterin. Bereits im Mai erfolgte der Umzug und die Neuorganisation von Kleinteilemagazin und Warenannahme. Auf der so frei gewordenen Lagerfläche entsteht derzeit ein neues, vollautomatisches Plattenlager. Nach den Betriebsferien im August wird hier ein Portalkran die Beschickung einer vorhandenen sowie einer neuen Plattenaufteilsäge übernehmen. „Die Steuerung des neuen Plattenlagers übernimmt dabei ein EDV-basiertes Fertigungsleitsystem, das nicht nur die Reihenfolge der Beschickung vorgibt, sondern auch die Schnittpläne optimiert“, erklärt die Pressesprecherin. Künftig werden im neuen Plattenlager von Wini dann nahezu 100 Plattenpakete auf dem Boden lagern.

Weitere Pläne für das kommende Jahr

Zusätzlich wird ein manuell bedienbares Blocklager für die gängigsten Plattenarten errichtet. Bis 2010 will Wini jedoch nicht nur in den Plattenzuschnitt, sondern auch in die Plattenveredelung investieren: So soll in gut einem Jahr eine neue Kantenbearbeitungsstraße die Produktion am Standort Marienau verstärken. Mit den Investitionen und der Umstrukturierung in der Platten- und Kantenfertigung untermauert Wini seine Kompetenz und Flexibilität zugunsten einer kundenorientierten, individuellen Möbelfertigung. „Unser Ziel ist es, unsere industrielle Manufaktur weiter auszubauen“, so Ralf Raetzer, Gesamtleiter Produktion bei Wini. „Die neue Technik wird den Steuerungsaufwand für den Informations- und Materialfluss deutlich verringern. So können wir auch weiterhin kurze Lieferzeiten garantieren – selbst bei einer steigenden Zahl kundenindividueller Aufträge.“ Darüber hinaus gewährleisten die neuen Fertigungsanlagen eine noch schonendere Materialverarbeitung. Im Mai hatte Wini in Hamburg und München zwei neue Info-Center eröffnet, um seinen Fachhandelspartnern, Kunden und Architekten noch mehr Nähe und Service zu bieten.

Wird am Freitag in Betrieb genommen: das neue Plattenlager mit vollautomatischer Beschickung.

Foto: Wini



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