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Windstärke 9: Etliche Segler gekentert

Steinhude/Mardorf (at/ue). Schweres Wetter hat am Sonnabendmittag den Seglern auf dem Steinhuder Meer zu schaffen gemacht. Sturmböen bis zu Stärke neun fegten über das Wasser. Uwe Czichos von der Wasserschutzpolizei sprach von extremen Zuständen. "Ein komplettes Regattafeld ist gekentert", sagte der Polizist unserer Zeitung.

veröffentlicht am 09.10.2006 um 00:00 Uhr

Alle verfügbaren Rettungsboote der Wettfahrtvereinigung waren im Einsatz. Auch für die Wasserrettung der Steinhuder Feuerwehr wurde Alarm ausgelöst. 25 Boote wurden ins Schlepp genommen, die teilweise erschöpften Segler gerettet. Eine Seglerin wurde längere Zeit vermisst, schließlich aber gefunden. Spaß dagegen hatten erprobte Windsurfer, die auf dem Wasser dahinfegten, während letztlich kein Segelboot mehr auf dem Meer zu sehen war. "Der Mittelwind lag am Mittag bei knapp 40 Stundenkilometern, also sechs Windstärken. In Böen erreichte der Wind Sturmstärke mit neun Windstärken, also knapp 80 Stundenkilometern auf dem Steinhuder Meer", berichtete Jan Scheruhn. Der Wunstorfer ist Unwetterbeobachter für den Internetdienst "Skywarn". Ein sicheres Anzeichen für starken Wind ist immer, wenn die Brücke der Badeinsel an zu "singen" anfange, wenn der Wind durch die Metallstreben des Geländers fege, sagt Scheruhn. Das sei der Fall, wenn die Windgeschwindigkeit 70 Stundenkilometer erreiche. Den Sturm vom Sonnabend erklärt er damit, dass aus einem lokalenSchauer Höhenwinde bis auf den Boden herunter gekommen sind.

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