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Internist Andreas Ludwig zieht insÄrztehaus - Stadthäger Onkologin eröffnet Zweigpraxis

Wincklerbad: Weitere Mieter in Startlöchern

Bad Nenndorf (rwe). Im Wincklerbad tut sich etwas im doppelten Sinne. Während auf der Hofseite die Handwerker Wände einreißen und Dächer abdecken, wirbt Investor Hermann Rohlfes um Mieter für sein Gesundheitszentrum. Mit Erfolg. Die Schaumburger Onkologin Constanze Priebe-Richter aus Stadthagen möchte noch dieses Jahr eine Zweigpraxis eröffnen, Internist Andreas Ludwig zieht im Spätsommer 2008 ein.

veröffentlicht am 24.10.2007 um 00:00 Uhr

So soll das "Gesundheitszentrum Wincklerbad" einmal in der Drauf

Hermann Rohlfes hat die Stimmen gehört. "Ob das mit dem Wincklerbad wohl etwas wird?" kamen dem Investor vermehrt Zweifel an seinem Projekt zu Ohren. Dabei geht es voran, sagt er, auch wenn das die Öffentlichkeit nicht bemerke. Auf dem Hof sind Fortschritte jedenfalls nicht zuüberhören. Die Arbeiter der Firma RTH aus Hoya (Kreis Nienburg) verlegen Rohre für das Schwefelwasser. Um die Ecke reißt Baggerfahrer Eike Schmelzer die Rückwand eines ehemaligen Baderaumes ein. "Wir können hier nicht die Eisenkugel schwingen lassen, aber die Baugeräte werden langsam größer", sagt Rohlfes. In enger und guter Zusammenarbeit mit dem Staatsbad gehe es voran. So müsse die Heizanlage noch im Winter stehen bleiben, manche Leitung werde noch gebraucht. "Das ist hier ein wenig wie in der Chirurgie." Der Investor aus Uslar hat zudem zwei neue Mieter an Bord. Die in Stadthagen ansässige Onkologin Constanze Priebe-Richter will noch dieses Jahr eine etwa 80 Quadratmer große Zweigpraxis eröffnen. Internist Andreas Ludwig, seit eineinhalb Jahren in Bad Nenndorf tätig, zieht im dritten Quartal aus der Hauptstraße in das Wincklerbad. Er ist ein klarer Befürworter von Gesundheitszentren. "Das ist eine tolle Sache und ganz im Sinn der Patienten." Ludwig, der Kardiologie als einen Schwerpunkt nennt, aber auch Doppleruntersuchungen oder Gefäßdiagnostik, schätzt die enge Zusammenarbeit unter den Kollegen. "Das ist die Zukunft." Da er auch als Allgemeinmediziner tätig ist, sei er auf die Hilfe der Fachärzte angewiesen. Für die Patienten sparten Zeit durch die kurzen Wege. Die hält der Mediziner gerade in einer Stadt wie Bad Nenndorf mit vielen älteren Menschen für wichtig. Ihren vielen Patienten in Nenndorf und Rodenberg will auch Constanze Priebe-Richter mit der neuen Filiale entgegen kommen. Schaumburgs einzige Onkologin praktiziert seit zwei Jahren am Kreiskrankenhaus in Stadthagen. Zehn Stunden pro Woche plant sie ein. Die Sprechzeiten hat sie allerdings noch nicht festgelegt. Zunächst müsse sie die Zweigstelle bei der Kassenärztlichen Vereinigung beantragen. "Das ist aber nur eine Formsache." Deshalb ist sie guter Dinge, noch dieses Jahr im Wincklerbad öffnen zu können. Die Praxis sei jedenfalls nahezu fertig. Bei den beiden Zusagen soll es aber nicht bleiben. Rohlfes verhandelt mit drei Interessenten. Die Gespräche seien "sehr weit". Noch dieses Jahr rechnet er mit den Unterschriften, dann hätte er nur noch eine Praxis frei. Als "erfolgversprechend" nennt er auch seine Pläne für den Flügel an der Poststraße und am Kurpark. Dort soll ein Seniorenwohnheim mit 40 Betten entstehen. "Da gibt es mehrere Betreiber, die Interesse haben."

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