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Posthume Ehrung am 30. November: Laudator F.W. Bernstein / Ausstellung mit Gernhardt-Zeichnungen

Wilhelm-Busch-Preis für Robert Gernhardt

Landkreis (to). Der Wilhelm-Busch-Preis ist gründlich umgestaltet worden - und steht dieses Jahr ganz im Zeichen des Elches. Preisträger ist der im Sommer verstorbene Robert Gernhardt, Laudator ein weiterer "Elchkritiker": F.W. Bernstein. Zusätzlich zur Preisverleihung organisieren die Stifter eine Ausstellung mit Zeichnungen von Robert Gernhardt im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl.

veröffentlicht am 28.10.2006 um 00:00 Uhr

Robert Gernhardt wird posthum mit dem Wilhelm-Busch-Preis 2006 a

Anders als in den Vorjahren haben die Stifter für die aktuelle Auflage des Wilhelm-Busch-Preises zwei Veranstaltungen organisiert, beide für Donnerstag, 30. November - und beide stehen ganz im Zeichen der "Elchkritiker", der "Neuen Frankfurter Schule". Von 19.30 Uhr an werden vor geladenen Gästen im Stadthäger Ratskellersaal der Wilhelm-Busch-Preis sowie zwei Wilhelm-Busch-Förderpreise vergeben. Diese hat eine der beiden Busch-Preis-Jurys Dirk Nachtigall (32) und Helmut Opitz (80) zuerkannt. Mit dem Wilhelm-Busch-Preis 2006 wird posthum Robert Gernhardt ausgezeichnet. Dieser hatte den Preis kurz vor seinem Tod angenommen. Drei Stunden vor der Preisverleihung wird um 16.30 Uhr eine Ausstellung mit Zeichnungen von Robert Gernhardt im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl eröffnet. Für das Publikum ist die Preisträgerausstellung mit etwa 60 Arbeiten Gernhardts von Freitag, 1. Dezember, bis Mittwoch, 31. Januar, zu sehen. Zu beiden Veranstaltungen will Gernhardts Frau Almut Gehebe-Gernhardt nach Schaumburg reisen. Als Laudator hatte sie sich F.W. Bernstein gewünscht. Dieser hat inzwischen seine Teilnahme an beiden Terminen - Vernissage und Preisverleihung - zugesagt. "Robert Gernhardt als erster Träger des umgestalteten Wilhelm-Busch-Preises ist die ideale Wahl", lobt Hans-Heinrich Hahne, Chef der Sparkassenstiftung Schaumburg, die Entscheidung der Jury. Mit dem wohl bekanntesten Vertreter der "Neuen Frankfurter Schule" als erstem Geehrten werde deutlich, welche Bedeutung die Stifter dem Preis beimessen. Hahne sieht den umgestalteten Kulturpreis als ernst zu nehmende Auszeichnung. "Damit haben wir zu anderen wichtigen Preisen aufgeschlossen. So werden wir dem Menschen und Künstler Wilhelm Busch auch eher gerecht, als es vorher der Fall war." Die exklusive Ausstellung mit dem Titel "Vom Guten, Schönen, Baren" ist der Auftakt zum Wilhelm-Busch-Jahr. Am 15. April 2007 jährt sich der Geburtstag des Multitalents aus Wiedensahl zum 175. Mal, der 9. Januar 2008 ist der 100. Todestag Buschs. Kurz kommentiert Gudrun-Sophie Frommhage, Leiterin des Busch-Geburtshauses in Wiedensahl, die geplante Ausstellung: "Für uns ist es eine Ehre, Gernhardt hier auszustellen." Seit einigen Jahren bereits habe die Einrichtung sich um Veranstaltungen mit dem im Sommer verstorbenen "Elchkritiker" bemüht. Gernhardt habe in seinen Arbeiten viele Parallelen zu Busch gezeigt, sei wie dieser ein exzellenter Künstler in vielen Sparten gewesen. Zum zehnten Mal wird der Wilhelm-Busch-Preis verliehen. Eine Besonderheit ist mit dem Preisgeld in diesem Jahr bereits verbunden. In der ersten Reaktion auf den ihm angetragenen Preis hatte Gernhardt an die Jury geschrieben: "Sehr gerne nehme ich den Wilhelm-Busch-Preis an. Sie wissen, wie tief verbunden ich mit Wilhelm Busch bin. Gerne würde ich die Preissumme annehmen und die Hälfte davon der Bernd-Pfarr-Stiftung überantworten, die mit dem Sondermann-Preis junge Zeichner würdigt." Für 2007 soll es einmalig einen zusätzlichen Wettbewerb geben. Schaumburger Jugendliche der Klassenstufen 7 bis 10 werden aufgerufen, zum Themenkomplex "Wilhelm Busch und Schaumburg" zu recherchieren und die Ergebnisse in Reportageform zu fassen. Die Sieger dieses Wettbewerbs werden mit Preis- undFörderpreisträger am Donnerstag, 12. April 2007, ausgezeichnet.

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