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TSV Exten in der Relegation am Sonnabend gegen den SV Lehrte 06

Wilhelm Sieker: "Mozaik Spor und Lehrte kochen auch nur mit Wasser!"

Bezirksliga (jö). Der FC Stadthagen war im letzten Saisonspiel so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass er gar nicht wahrnehmen konnte, wie nahe er der Kreisliga war. Als Pattensen im Jahnstadion sein Siegtor schoss, hätte Exten längst mit 3:0 in Führung liegen müssen. Stadthagen entkam nur durch eine glückliche Fügung der Abstiegsrunde, in der die innerlich zerrissene Mannschaft des Traditionsclubs wahrscheinlich sang- und klanglos untergegangen wäre. Insofern war es für den schaumburger Fußball besser, dass er in der Relegation durch den kampfstarken TSV Exten vertreten wird, für den die Ereignisse am letzten Sonntag tragisch waren.

veröffentlicht am 08.06.2007 um 00:00 Uhr

Martin Appel (r.) soll seinen Bruder Matthias von der Außenbahn

Der Aufsteiger zeigte gegen den starken Bezirkspokalsieger FC Springe eine absolut intakte Moral, versäumte es in seiner Drangperiode aber schlichtweg, Tore zu schießen und Fakten zu schaffen. "Wir trauern dem Spiel aber nicht nach, sondern gehen nach der Leistung gegen Springe sogar gestärkt in die Relegation", sagt Trainer Wilhelm Sieker, der mit seiner Mannschaft am Sonnabend um 16 Uhr den SVLehrte 06 zu Gast hat und am kommenden Dienstag um 19 Uhr in Hannover beim FC Mozaik Spor antritt. Im ersten Spiel der Relegationsgruppe D trennten sich die beiden Kreisligazweiten am Dienstag in mit einem 1:1-Unentschieden. Knapp 200 Zuschauer, darunter 15 "Spione" aus Exten, sahen ein Spiel, in dem zunächst Lehrte besser war und in Führung ging. Nach dem Wechsel wurden die türkischen Gäste überlegen und glichen kurz vor Schluss verdient aus. Natürlich war auch der engagierte Wilhelm Sieker dabei. "Ich habe zwei Mannschaften gesehen, die auch nur mit Wasser kochen", berichtet er. "Wir haben Respekt, aber keine Angst. Wenn wir unsere Torchancen besser nutzen als gegen Springe, bleiben die Punkte in Exten!" Lehrte hat für sein Spiel in Exten zwei Fanbusse angemietet und rückt mit einem lautstarken Fanblock an. Die Mannschaft von Trainer Detlev Behrens, der für die kommende Saison verlängerte, ist ein klassisches Opfer der Spielklassenreform. Die Schwarz-Gelben stiegen im letzten Sommer als Tabellenneunter mitstattlichen 44 Punkten aus der Bezirksklasse in die Kreisliga ab.



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