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Bund der Baumeister, Architekten und Ingenieure erlebten Wölfe bei der Fütterung

Wildtiere im Wisentgehege

HAMELN/SPRINGE. Seit Mai 2010 leben Birgit und Matthias Vogelsang mit vier Timberwölfen im Wisentgehege.

veröffentlicht am 13.03.2018 um 13:47 Uhr

Die Besucher im Wisentgehege Springe. FOTOS: Karin Keller/PR

Im Jahr 2012 kamen die Polarwölfe dazu. Sie wurden von Hand aufgezogen und werden dauerhaft von dem Ehepaar Vogelsang betreut.

Der BDB Bund deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Hameln-Pyrmont hatte die einmalige Gelegenheit, Wölfe bei der Fütterung zu erleben. In ihrer Präsentation berichtete Birgit Vogelsang über die Tiere, ihre Entwicklung und ihr Leben mit den Wölfen. Matthias und Birgit Vogelsang werden diese Tiere ihr Leben lang betreuen. Das Projekt ist völlig unabhängig von der seit vielen Jahren bestehenden Wolfshaltung.

„Das Rudel, welches mit den Bären die Anlage teilt, besteht weiterhin“, so Vogelsang. Sie beantwortete nach ihren überaus interessanten Ausführungen über das Leben der Wölfe alle Fragen äußerst kompetent. „Der Wolf hat auf seinem Speiseplan auf gar keinen Fall den Menschen.“ Mit diesen Worten wollte Vogelsang die Angst der Menschen vor den scheuen und ängstlichen Tieren nehmen. „Der Wolf hat mehr Angst vor Ihnen als Sie vor ihm“, so Vogelsang.

Karin Keller vom Bund der Architekten Hameln-Pyrmont.
  • Karin Keller vom Bund der Architekten Hameln-Pyrmont.
Die Wölfe im Wisentgehege.
  • Die Wölfe im Wisentgehege.

Rita Treptow führte in fast zwei Stunden die BDBler durch das 90 ha große Wisentgehege Springe. Es bietet heute 100 Wildarten ein artgerechtes Zuhause. Und sorgt so für den Erhalt einer faszinierenden Artenvielfalt: Von den urwüchsigen Wisenten und Przewalski-Urwildpferden, den prächtigen Braunbären und den eleganten Fischottern bis hin zu den geheimnisvollen Wölfen. Das Wisentgehege wurde 1928 gegründet, um den Wisent, Europas größtes Säugetier, vor dem Aussterben zu retten. Es gab nur noch 54 Tiere in Menschenhand. In freier Wildbahn waren alle Bestände erloschen. Genau 350 Wisente sind bis heute in Springe geboren. Das Wisentgehege hat damit erheblich zum bisherigen Überleben der Art beigetragen. In den 50er Jahren hat die Entwicklung des Wisentgeheges zu einem Wildgehege begonnen. Heute werden hier auf über 90 ha etwa 100 europäische Tierarten gehalten, gezüchtet und dem Besucher präsentiert. Darunter Arten wie Przewalskipferd, Elch, Biber, Luchs, Braunbär, Wolf, aber auch Enten, Gänse, Greifvögel und Wildkatzen.

Nach diesem äußerst informativen von H. H. Markhof organisierten Aufenthalt im Wisentgehege durfte natürlich ein heißer Kaffee mit leckerem Kuchen im Cafe Flegessen nicht fehlen. Den Eintrittspreis im Wisentgehege übernahm die Bezirksgruppe – herzlichen Dank.PR

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