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28 Nistkästen für Fledermäuse auf dem Standortübungsplatz in Röcke installiert

Wildbienen leisten Beitrag zur Bestäubung

Bückeburg (woe). Auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr in Röcke hat sich in punkto Umweltschutz einiges getan. In Zusammenarbeit mit der Standortverwaltung Wunstorf und der Außenstelle in Achum sind auf dem Übungsgelände bislang 28 Nistkästen für Fledermäuse installiert worden.

veröffentlicht am 29.08.2006 um 00:00 Uhr

Das "Umweltteam" mit Christine Rhein (2. v.r.), Leiterin der Sta

In einer weiteren Aktion wurden jetzt acht Nistkästen angebracht. Die Nistkästen sollen Solitärbienen und Solitärwespen als Unterschlupf- und Brutstätte dienen. Beide Arten sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen, zurückzuführen auf die chemische Belastung der Umwelt und Mangel an geeigneten Nistplätzen. In Mitteleuropa kommen etwa 500 verschiedene Bienenarten und 60 unterschiedliche Arten an Solitärwespen vor. Wildbienen leisten einen wertvollen Beitrag zur Bestäubung. Sie bestäuben auch viele Wild- und Kulturpflanzen, die von Honigbienen nicht bestäubt werden können. Solitärwespen gehören auch zu den Nützlingen. Sie fressen Schadinsekten wie Blattläuse, Fliegen und zahlreiche Schadinsektenlarven und regulieren so deren Bestände. Zudem gehören seit 1980 alle Bienenarten nach der Bundesartenschutzverordnung in Verbindung mit dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Hautflüglern. Schon vor Jahren wurde im Nordteil desÜbungsplatzes ein Feuchtbiotop angelegt. Hier tummeln sich verschiedenartige Lebewesen wie Kaulquappen, Libellen spiegeln sich im Wasser des von Wasserpflanzen umrahmten Teiches. Ein kleiner Wermutstropfen für Freunde der Natur: Der Standortübungsplatz ist als militärischer Sicherheitsbereich ausgewiesen. Nur Vertragspartnern (Grasnutzern) ist der Zutritt erlaubt.

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