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Rund tausend Gäste feiern Oktoberfest im neuen Sägewerk

Wiesnstimmung in Fabrikhalle

Lauenau (nah). Heinz Oppermann nimmt Maß mit dem Maß. Wenn schon Oktoberfest in Lauenau, dann muss es auch richtig sein: So lässt der Lauenauer sich gleich einen ganzen Liter des Gerstensafts kommen, den der örtliche Braumeister Thomas Rupp eigens für das große Ereignis kreiert hat: Zwei Tage lang haben rund 1000 Gäste das "Sägewerk" in ein Wiesn-Zelt verwandelt.

veröffentlicht am 17.10.2007 um 00:00 Uhr

Hoch die Gläser: Mit dem Oktoberfest feierte das vollbesetzte "S

Das lag zunächst einmal an der Tanz- und Showband aus dem oberbayerischen Lohbachtal. Zwar kennt den bekannten Münchener Moderator Christian Seidl hierzulande niemand aus dem Radio, aber der Mann in der Krachledernen hatte schon 2006 beim ersten Oktoberfest mit seinen Musikern die sonst eher kühlen Norddeutschen aufgemischt. Auch deshalb freuten sich etliche Besucher auf die zweite Auflage. Andere dagegen waren aus reiner Neugier gekommen. Weil am Vorabend die Einweihung des "Sägewerk" nur geladenen Gästen vorbehalten war (wir berichteten), konnten sich jetzt endlich alle übrigen Einwohner ein Bild machen. Besonders die Akustik gefiel: Eine Fabrikhalle kann durchaus Kulisse für Konzert oder Theater sein. Petra Janke indes war einfach nur zum Feiern da. "Unsere Männer sind zum Motorradtreffen", verriet sie, "da wollten wir doch nicht allein zu Hause bleiben." Also verabredete sie sich mit Freundinnen und ließ sich von der fröhlichen Atmosphäre mitreißen: "Die Stimmung ist einfach toll", sagte sie schon eine Stunde nach dem Auftakt. Es sollte noch besser kommen. Die "Lohbachtaler" gefielen anfangs mit eher klassischen Weisen, spielten sich allmählich über eine böhmische Polka und bekannte Schlager in das Repertoire, das bald die Gäste Klatschen und lautes Mitsingen ließ. Unterdessen machten die beiden veranstaltenden "Kellermeister" aus Rodenberg und Lauenau, Neven Trivic (Ratskeller) und Thomas Rupp (Felsenkeller), zufriedende Gesichter. Die Arbeit des Personals klappte, das Publikum war geradezu aus dem Häuschen. Schon haben sich die beiden Gastronomen zu neuen Taten verabredet: Das Lauenauer Sägewerk wird Schauplatz eines ersten Silvesterballs. "Ich habe schon 30 Anmeldungen", verriet Trivic. Dabei ist noch nicht einmal die musikalische Unterhaltung perfekt. Die "Lohbachtaler" werden es nicht sein. Die kommen erst im nächsten Oktober wieder.

Ob lange oder kurze Hose: Die "Lohbachtaler" verstehen ihr musik
  • Ob lange oder kurze Hose: Die "Lohbachtaler" verstehen ihr musikalisches Handwerk. Fotos: nah

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