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Maßnahme in der 2. Oktoberwoche beendet

"Wiesengrund": Nur zwei Einsprüche von Anliegern

Heeßen (tw). Die Arbeiten an der Straße "Im Wiesengrund" laufen auf Hochtouren. "In der zweiten Oktoberwoche", prognostiziert Heinz Wischnat, "wird der zweite Teilabschnitt zwischen Auebrücke und L 451 abgeschlossen sein". Dann, so Heeßens Gemeindedirektor während der jüngsten Zusammenkunft des Gemeinderats, wird die Fahrbahn ausgekoffert, der Untergrund neu aufgebaut und die Bitumenschicht aufgebracht sein.

veröffentlicht am 28.08.2006 um 00:00 Uhr

Komplikationen wie beim ersten Teilabschnitt erwartet Wischnat dabei nicht. Die Gesamtinvestition beträgt rund 240 000 Euro. Bis zur Fertigstellung soll der Anliegerverkehr entwederüber die L 451 oderüber die Schulstraße rollen. Sollte die Baufirma im Zuge der Arbeiten die Zuwegung zu einem Grundstück kurzzeitig einmal nicht sicherstellen können, werde sie sich rechtzeitig mit den betroffenen Anliegern verständigen. Im Verlauf der restlichen Teilstrecke sollen Reparaturen am Regenwasserkanal vorgenommen werden. Außerdem sind die Sammler an verschiedenen Stellen defekt. Jetzt werden auch diese Mängel beseitigt. Die Kosten für die Sanierung der Hausanschlüsse müssen dabei von den Hausbesitzern getragen werden (wir berichteten). Wischnat: "Wir haben diejenigen Bürger angeschrieben, von deren Grundstücken das Wasser derzeit noch - ohne aufgefangen zu werden - auf die Bürgersteige, in die Gosse und damit auf die Straße fließt." Besagte Bürger könnten dabei die Bauarbeiten nutzen, um sich Abflüsse legen zu lassen, könnten diese aber auch selber legen. Bilanz des Gemeindedirektors: "Nur zwei Einsprüche." Im einen Fall habe ein Anlieger offenporiges Pflaster verlegt; damit werde der Abfluss des Wassers auf die Straße unterbunden. "Wenn's tatsächlich klappt, ist die Sache in Ordnung", so Wischnat. Der zweite Einspruch kommt von einem Bürger, der dort seit 25 Jahren wohne; der Gemeinde sei seitdem bekannt, dass die fragliche etwa 30 Quadratmeter große Fläche versiegelt ist. Abhilfe wolle er daher nicht schaffen, die Forderung der Gemeinde sei "unverhältnismäßig". Wischnat sieht das dagegen anders: "Die Kapazität der Gullis ist für dieses Zusatzwasser nicht ausgelegt; sie kommt bei Regen an ihre Grenzen." Außerdem entwässerten die Gemeindegossen auch nicht auf die Privatgrundstücke. Nehme die Gemeinde die Weigerung des Anliegers dagegen hin und nehme Wasser auf, das sie von Rechts wegen nicht aufnehmen müsse, kämen im schlimmsten Fall Schadensersatzsansprüche auf sie zu. Am Ende holte sich Wischnat vom Rat - bei einer Enthaltung - die Genehmigung, den besagten Einspruch des Anliegers zurückzuweisen.

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