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Comeback von Bernd Bosselmann, Ceslaw Zniszcol, Frank Haberland, Frank Malisius und Michael Scherf

Wiederauferstehung der schaumburger "Dinos"

Fußball (jö). Sie haben Jahrzehnte lang gespielt, sie waren Fußballgrößen und sie könnten schon längst im sportlichen Ruhestand sein. Doch der Trend geht zum Oldie. Im Bezirk feierten viele Altstars über Ostern eine fröhliche Wiederauferstehung. Weil kleine Kader und Personalengpässe aufgrund der Ablöseregelung mittlerweile Standard sind, erinnert man sich in vielen Vereinen an die altbewährten Kräfte.

veröffentlicht am 21.04.2006 um 00:00 Uhr

Frank Malisius in Grundstellung.

Beim TSV Algesdorf ist es in schwierigen Zeitenüblich geworden, dass Bernd Bosselmann reaktiviert wird. Ein Laufwunder wird er nicht mehr, war er auch zu seinen Glanzzeiten nicht. Doch das "größte Schlitzohr auf schaumburgs Fußballplätzen", wie er einst betitelt wurde, ist auch heute noch für so manches Tor gut. Spätestens wenn sich Bernd Bosselmann den Ball in Strafraumnähe zum Freistoß zurecht legt, sollten sich die jungen Abwehrspieler mit der Mauer besondere Mühe geben. Ein gänzlich anderer Spielertyp ist der immer noch einsatzfreudige Thomas Klatt, der sich beim SV Nienstädt während seiner Aushilfsjobs regelmäßig zum Leistungsträger aufschwingt. Trainingsrückstand, Verletzungsprobleme, das alles kann den Vollblutsportler Thomas Klatt nicht stoppen. Der über 40-Jährige scheint den Trick der ewigen Jugend herausgefunden zu haben. Wenn es in Hagenburg eng wird, muss Ceslaw Zniszcol einspringen. Auch er war längst zurückgetreten, wurde aber für die wichtige Rückrunde mit seinen Qualitäten als Strafraumstürmer noch einmal zum Mitmachen überredet, weil dem TSV Hagenburg die gelernten Angreifer ausgingen. Aus personellem Notstand muss auch Frank Haberland beim FC Stadthagen immer wieder aktiv werden. Eigentlich wollte er nur Co-Trainer sein, doch weil er schon mal auf der Bank sitzt und oft kein anderer mehr da ist, wechselt Ralf Fehrmann ihn regelmäßig ein. Eherüberraschend gab dagegen Frank Malisius seinen Einstand beim VfR Evesen. Für seine Aushilfstätigkeit musste er eigens den Verein wechseln, holte seinen Pass vom TuS Niedernwöhren ab. Beim SV Obernkirchen steht Michael Scherf wieder im Tor.Über zwei Jahrzehnte erlebte er mit seinem Verein so manchen Auf- und Abstieg. Dass die beiden jungen Torwarte verletzt sind, nimmt in Obernkirchen kaum jemand wahr, weil "Mause" Scherf so fehlerlos wie immer hält.

Michael Scherf dirigiert die Abwehr. Fotos: ph
  • Michael Scherf dirigiert die Abwehr. Fotos: ph
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