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Zeitzeugin Margit Siebner informiert Schülerinnen, Lehrer und Gäste in der Elisabeth-Selbert-Schule

Wie war das damals, Frau Siebner?

Hameln. Die Schülerinnen Angie Hiller, Ann-Marie Krampe, Victoria Heidrich und Cornelia Seewig haben im Forum der Elisabeth-Selbert-Schule am Münster und in der Aula an der Thibautstraße ein Gespräch mit der Zeitzeugin Margit Siebner geführt. In den zweistündigen Gesprächen im Interview-Stil berichtete die 85-jährige Margit Siegner von Ereignissen in der NS-Zeit und erzählte aus ihrem Leben. Dabei brachte die Mischung der Perspektiven die jungen Menschen in der Aula der Thibautstraße und die Hamelner Öffentlichkeit im Forum am Abend zuvor in konzentriertes Zuhören. Siebner erzählte persönliche, familiäre Szenen („Meine Eltern haben mir nichts über die Nazis erzählt“), über den Alltag vor und nach der Pogromnacht am 8./9. November 1939 („Da gab es einen Blockwart, der sagte zu mir: ‚Du sollst verrecken, du Judengöre.‘ Der war immer hinter mir her und hatte mich auf dem Kieker, wie wir in Berlin sagen. Der suchte einen Weg, mich aus dem Weg zu schaffen.“) und berichtet über ihre Reaktion auf historische Fakten, wie dem Stauffenberg-Attentat („am 20. Juli 44, da wurde so gemunkelt und uns wurde empfohlen, das Radio anzumachen. Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verzweifelt und traurig ich war, als ich die verhasste Stimme von Hitler hörte“).

veröffentlicht am 22.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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