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Wählervereinigung entwickelt neue Ideen / Bedarfsampel an der Zufahrt zum Baugebiet "Auf der Portugall" angeregt

Wie wäre es mit Senioren-Forum oder mit Markttag?

Buchholz (sig). Das lässt sich nicht leugnen: Buchholz ist in der noch kurzenÄra von Hartmut Krause ein tüchtiges Stück vorangekommen. In der Einwohnerschaft verstärkt sich deshalb der Eindruck, er solle weitermachen. Das führte letztlich auch zur Bildung der "Wählergemeinschaft in Buchholz" (WiB). In ihr haben sich Bürger zusammengefunden, die solche Begriffe wie "Fraktionen" oder "Koalitionen" als Zeitverschwendung ansehen.

veröffentlicht am 03.07.2006 um 00:00 Uhr

Wenn "Auf der Portugall" weiter junge Familien ansiedeln, muss a

"Uns interessiert in erster Linie das Wohl unserer Gemeinde und der hier lebenden Menschen; wir wollen eine konstruktive, sachorientierte und bürgernahe Arbeit leisten - und dafür sind nicht unbedingt Parteien erforderlich", lautet die Ansicht der Männer und Frauen um den seit dem Rücktritt von Friedhelm Röbke amtierenden Buchholzer Bürgermeister Hartmut Krause. Das Gemeindeoberhaupt wollte offensichtlich mit gutem Beispiel vorangehen und den Weg für eine solche Gemeinschaftsliste ebnen. Deshalb ist er auch aus der CDU ausgetreten, die jetzt nur noch den Einzelkandidaten Reimund Möller ins Rennen schickt. In der Vergangenheit hatten in Buchholz in der Regel die Sozialdemokraten die Nase vorn. Die neue Wählergemeinschaft hat jedoch gute Chancen, das im September zu ändern. Bei einer Zusammenkunft im Dorfgemeinschaftshaus wurde zunächst einmal ein Faltblatt verabschiedet, das auf den Grund eingeht, weshalb es zu dieser Willensbildung kam. Das Papier enthält zudem das künftige Logo der Gruppe sowie die Namen und Rufnummern der Personen, die für WiB bei den Kommunalwahlen antreten. Dazu gehören neben dem SpitzenkandidatenHartmut Krause noch Thorsten Felgendreher, Gudrun Spiller, Angela Tosar, Wolfgang Witt, Rainer Schufkar, Rainer Voltmer, Ann Christin Lehmann, Ralf Möller und Martin Schenkendorf. "In einem weiteren Flyer wollen wir dann aber auch nochüber unsere Vorstellungen berichten, was in den kommenden Jahren noch alles in Buchholz bewerkstelligt werden soll", betonte der Bürgermeister. In den vergangenen zwei Jahren sei man zwar gut vorangekommen, aber das soll noch längst nicht alles gewesen sein, was die Gemeinde voranbringt. Über weitere Vorhaben soll noch anhand eines Vorentwurfes diskutiert werden. Aber ein paar Ziele sind offenbar schon abgesteckt. In jedem Fall will WiB die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer nicht verändern. Finanziell steht Buchholz besser da als viele Nachbargemeinden. Dem Bürger werde in nächster Zeit ohnehin schon genügend in die Tasche gegriffen, meinten die anwesenden Vertreter der neuen Liste. Als ein wichtiges Anliegen sieht man das Errichten einer Bedarfsampel in unmittelbarer Nähe des Einganges zum neuen Baugebiet "Auf der Portugall" an. Das sei schon im Interesse der Familien wichtig, die dort bauen, aber auch zum Schutz der Schulkinder. Sie seien sonst beim Überqueren der viel befahrenen Landesstraße stark gefährdet. Weil die Zahl derälteren Bürger ständig steigt, hält es die Wählergemeinschaft für notwendig, sich neben der Dorfjugend künftig vermehrt auch um die Senioren zu kümmern. Ihnen möchte man ebenfalls gezielte Angebote machen und dafür das Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung stellen. Vorträge, Informations-und Spielabende sowie kreative Beschäftigungen sollen die Basis eines solchen Senioren-Forums bilden. Bürgermeister Hartmut Krause regte außerdem die Einführung eines Markttages an, der in regelmäßigen Abständen in Buchholz abgehalten werden soll. Er verspricht sich von einem gut gemixten Angebot an frischen landwirtschaftlichen Produkten einen lohnenden Zuspruch. Über Standorte wurde noch nicht verbindlich gesprochen. Möglichkeiten dazu gibt es aber reichlich. Damit Buchholz mit seiner wichtigen Finanzkraft auch im künftigen Samtgemeinderat zu Wort kommt, kandidieren Hartmut Krause und Gudrun Spiller hier auf der Liste der CDU. Um dort in Ausschüssen mitwirken zu können, benötigt WiB den Fraktionsstatus. Ob man diesen erreicht, ist nicht sicher, da auch die SPD mit zwei Buchholzer Kandidaten für den Samtgemeinderat antritt. Deshalb hat man sich für eine Zusammenarbeit mit den Christdemokraten entschieden.

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