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Wie unsere Familiennamen entstanden sind

Ob Müller, Schmidt oder Bäcker – jeder hat einen Familiennamen. Aber was bedeutet der eigentlich? Und wo kommen die vielen unterschiedlichen Namen her? Die freie Wahl über den Familiennamen haben wir leider nicht. Der Nachname war einfach da. Einige Familiennamen „verstehen“ wir sofort, bei anderen wissen wir aber nicht gleich, was sie bedeuten. Nachnamen sind auf ganz unterschiedliche Art und Weise entstanden. Bei Namen wie Müller oder Schneider können wir uns schon fast denken, wo sie herkommen. Früher hat jemand aus der Familie als Müller oder Fischer gearbeitet.

veröffentlicht am 11.11.2010 um 19:00 Uhr

Müller, Meier oder Schulze: Aussuchen kann man sich den Nachname

Eine andere Möglichkeit, zu seinem Nachnamen zu kommen, war auch ein besonderes Aussehen. Leute, die zum Beispiel sehr klein waren, hießen dann „Kurz“. Dunkelhaarige Menschen eben „Schwarz“. Und manche bekamen auch einfach einen Nachnamen, damit man sie unterscheiden konnte. Wenn in einem Dorf zum Beispiel zwei Jungen mit dem Namen Friedrich wohnten, dann gab man ihnen als Zweit- Namen den Namen ihres Vaters. So hieß der eine Friedrich Gerhard und der andere Friedrich Konrad. Später entstanden dann daraus die Familiennamen: Gerhard oder Konrad. Heute gibt es viele berühmte Leute, die einen solchen Nachnamen haben: Jan Ullrich oder Udo Jürgens sind zwei Beispiele.

Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, nach dem Ort, an dem die Familie im Dorf wohnte, benannt zu werden. Wohnte jemand etwa an einem Baum, so konnte er „Baum“ gerufen werden. Jemand, der neben einer Wiese lebte, konnte „Wiese“ oder „Wiesemann“ genannt werden.

Ganz oben auf der Nachnamenhitliste in Deutschland stehen übrigens die Namen Müller, Schneider, Fischer, Meyer, Bäcker, Bauer, Wagner und Koch – Ihr seht: Die wichtigsten Berufe von früher sind die bekanntesten Familiennamen von heute. cal

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