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Ausverkaufter Ratskellersaal bei Informationsveranstaltung der Sparkasse

Wie man sein angelegtes Geld vor der Abgeltungssteuer retten kann

Rinteln (rd). 2008 ist ein Schaltjahr im doppelten Sinne. Das Jahr hat nicht nur einen Tag mehr als ein normales Jahr, vor dem Hintergrund der Abgeltungssteuer bietet es den Anlegern jetzt noch die Möglichkeit, Geld langfristig steueroptimiert anzulegen. Der Countdown läuft bereits, denn zum 1. Januar 2009 wird die Abgeltungssteuer eingeführt.

veröffentlicht am 18.02.2008 um 00:00 Uhr

Andreas Korff, Günter Riesner, Kirsten Niemeier und Carsten Hoeb

Wer aber seine Anlagestrategie rechtzeitig auf die neuen Rahmenbedingungen einstellt, kann nach wie vor von aktuellen Ertrags-Vorteilen profitieren. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die eigenen Vermögensanlagen zu überprüfen. Aus diesem Grund kamenüber 250 interessierte Zuhörer in den Ratskeller-Saal, um sich von dem Anlage-Experten Marc Hitzemann von der DekaBank in Frankfurt informieren zu lassen. "Mit diesem Ansturm haben wir nicht gerechnet", so Dirk Ackmann, der Marktbereichsleiter Rinteln Süd der Sparkasse. Auf die Auswirkungen der Abgeltungssteuer, die ab 2009 gilt, können sich Anleger und Sparer jetzt schon einstellen. Die wichtigstenÄnderungen sind rasch aufgezählt: Die Abgeltungssteuer von 25 Prozent trifft grundsätzlich alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Dazu zählen Zinsen und Dividenden, aber künftig eben auch bisher steuerfreie Kursgewinne. Hinzuzurechnen sind dazu der Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls dieKirchensteuer. Immerhin: Wer einem geringeren persönlichen Steuersatz unterliegt als 25 Prozent, kann sich die zuviel gezahlte Steuer über die Einkommensteuererklärung vom Finanzamt zurückholen. Sparerfreibetrag und Werbungskostenpauschbetrag bleiben in der Höhe unverändert, werden aber zum neuen "Sparerpauschbetrag" zusammengefasst: Dieser liegt bei 801 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 1 602 Euro für Zusammenveranlagte. Mit der Pauschale sind dann sämtliche Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalanlage abgegolten. Ein Einzelnachweis der Ausgaben, um auch höhere Aufwendungen geltend zu machen, ist nicht vorgesehen. Auch das Halbeinkünfteverfahren wird es ab 2009 für Privatanleger nicht mehr geben: Wer Dividenden bezieht, muss diese nach den neuen Regeln zu 100 Prozent statt wie bislang nur zur Hälfte versteuern. Mehr noch: Die steuerlich relevante "Spekulationsfrist" von einem Jahr entfällt ebenso. Sämtliche Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften sind ab 2009 unabhängig von der Anlagedauer steuerpflichtig. Ausgenommen sind lediglich Immobilien. "Angesichts dieserÄnderungen empfiehlt es sich, die eigene Investmentstrategie zu überdenken", rät Hitzemann. "Anleger sollten unbedingt den Bestandsschutz nutzen", so der Fachmann. Werden beispielsweise Fondsanteile vor dem 1. Januar 2009 erworben, sind die Veräußerungsgewinne nach zwölfmonatiger Haltedauer steuerfrei. Vor diesem Hintergrund zeigte Hitzemann seinen Zuhörern drei mögliche Lösungsansätze: Deka-Garantiefonds bieten den Sparkassen-Kunden eine steueroptimierte Anlagemöglichkeit mit Kapitalgarantie und der Chance auf attraktive steuerfreie Kursgewinne. Im Rahmen der strukturierten Fondsprodukte kann das Management auch nach Einführung der Abgeltungssteuer steueroptimierte Umschichtungen vornehmen. Als weiteren Lösungsvorschlag nannte Hitzemann steueroptimierte Fonds, die praktisch ohne Verlust-Risiko fast ausschließlich steueroptimierte Erträge erzielen und zurzeit "der Renner" sind.



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