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Gewaltprävention am Vikilu beinhaltet Stärkung des Selbstbewusstseins

Wie lassen sich Konflikte clever lösen?

Hameln. Das Viktoria-Luise-Gymnasium hat ein nachhaltige Konzept zur Gewaltprävention aufbauend auf mehrere Jahrgänge eingeführt.

veröffentlicht am 05.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 03:21 Uhr

Es besteht aus zwei Säulen: eine Streitschlichtungs-AG und Projekttage der Jahrgänge 5 bis 9. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft werden seit September Schüler zu Konfliktlotsen ausgebildet, die dann auf Wunsch der Konfliktparteien helfend und beratend zur Seite stehen und aktiv bei der Mitausbildung neuer Konfliktlotsen helfen. „Alle Schüler können sich problemlos an die Streitschlichter wenden – auch über installierte Briefkästen“, berichtet Studienrätin Nicole Wellershaus. Streitschlichter am Vikilu sind derzeit Marius Hahn (6d), Hannes Bindseil (6e), Malina Kuwert (6e), Nelly Zischkale (6e), Nils-Florian Abitz (11), Eric Dragendorf (11), Simon Lukas Homölle (11) und Selina Schneider (11).

In den fünften Klassen findet zum Ende des ersten Halbjahres (18. und 19. Januar) „Gewaltprävention“ statt, an dem die „Neuen“ lernen sollen, sich angemessen zur Wehr zu setzen und nein zu sagen; auch bereits entstandene Konflikte innerhalb der Klassen werden thematisiert. Neben einer Stärkung des Selbstvertrauens stehen Kommunikationsübungen wie „richtig Streiten lernen“ im Vordergrund.

In den Jahrgängen 6 und 8 findet ein Projekttag in Zusammenarbeit mit der TA Wing Tsun-Schule Hameln statt, um den Schülern neben theoretischem Wissen und Rollenspielen auch körperliche Übungen zur Selbstverteidigung und zur Stärkung des Selbstbewusstseins beizubringen und in der Anwendung zu erproben.

In der siebten Jahrgangsstufe stehen die Definition von Gewalt und der konkrete Umgang mit Konflikten wie verschiedene Formen von Mobbing im Vordergrund des Projekttages.

In den neunten Klassen werden auch Kommunikationstheorien vorgestellt. Für die nachhaltige Arbeit im Bereich der Gewaltprävention sei es notwendig, dass sich viele Schüler, Eltern und Lehrer aktiv einbringen, um das Konzept mit Leben zu füllen, meint Nicole Wellershaus.



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