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Podiumsdiskussion des beruflichen Gymnasiums der HLA und der Fachoberschule mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung

Wie lässt sich der ökologische Fußbadruck verkleinern?

Hameln. Schüler des beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule der Handelslehranstalt organisierten eine Podiumsdiskussion im Rahmen einer Projektwoche. Sie beschäftigten sich mit dem Thema „Faire Future“ – Möglichkeiten, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Vor großem Publikum und geladenen Diskussionsgästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung wurden die Ergebnisse der Projektwoche präsentiert.

veröffentlicht am 06.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:41 Uhr

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Geschäftsführerin Susanne Treptow, Stadtwerke Hameln, Fachbereichsleiter Ralf Wilde, „Umwelt und technische Dienste“ Stadt Hameln, Projektleiter Hans-Jürgen Hesse, Weserbergland AG, Sebastian Moritz, BUND Hameln-Pyrmont, und Dorian Maerten, Klimaschutzagentur Weserbergland, stellten ihre Ansichten zur Diskussion. Die Schüler Florian Muhs und Viet Phong Nguyen befragten die Forumsgäste kritisch nach ihrem eigenen umweltgerechten Verhalten und schätzten danach die jeweilige Größe des ökologischen Fußabdrucks. Es überraschte nicht, dass der Durchschnittswert der Podiumsgäste dem der deutschen Bevölkerung entsprach. Schlummernde Optimierungspotenziale waren bei fast allen zu finden.

Unter dem „ökologischen Fußabdruck“ wird die Fläche (gemessen in Hektar) auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstandard eines Menschen innerhalb eines Jahres zu ermöglichen. Der deutsche Fußabdruck, der den Pro-Kopf-Ressourcenverbrauch anzeigt, liegt derzeit bei durchschnittlich 4,6 Hektar. Wenn alle Menschen so leben würden wie die Deutschen, wären drei Planeten Erde erforderlich.

Rund 80 Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs stellten ökologische Chancen im Rahmen der Projektwoche heraus und dokumentierten diese in zahlreichen Berichten. Bereits im Dezember haben sie erste Erkenntnisse für das Thema gewonnen. Nun wurden die Ergebnisse der Projektwoche umfassend vor großem Publikum und geladenen Diskussionsgästen präsentiert. Große Aufmerksamkeit galt dem ökologischen Fußabdruck der HLA. Die Schüler des beruflichen Gymnasiums hatten in diversen Befragungen die Bereitschaft, Ressourcen zu schonen, im Kollegium und unter den Schülern untersucht und die technische Ausstattung der HLA analysiert. Vorbildliche Noten erhielt die HLA von Maerten für gute Verbrauchswerte beim Wasser- und Stromverbrauch. Ausgezeichnete Ergebnisse weist die HLA Hameln beim Wärmehaushalt auf. Der geringe Verbrauch sei auf das verantwortungsbewusste Verhalten des Hausmeisters zurückzuführen. Treptow attestierte der HLA großes Umweltbewusstsein beim Bezug elektrischen Stroms, der zu 100 Prozent aus dem Hamelner Wasserkraftwerk stamme.

In einem weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung ging es um die Arbeitsbedingungen in der weltweiten Textilproduktion und die zumeist nicht fairen Handelsbedingungen. Bei diesen Aspekten wurde der weite Weg zu einer fairen Zukunft wieder offensichtlich. „Wir sollten dem Kauf von fairen Produkten trotz höherer Preise größere Bedeutung einräumen. Allerdings gelangen die Prinzipien der Freiwilligkeit zur Unterstützung des fairen Handels schnell an ihre Grenzen aufgrund sozialer Missstände und der damit zusammenhängenden Verteilungsungerechtigkeit“, gab Hesse zu bedenken. Wiederholt sprach sich Wilde für eine stärkere Regulierung aus, um das Ziel der Ressourcenschonung nicht aus den Augen zu verlieren. Alle Gäste waren sich einig, dass die Deutschen privilegiert lebten. Jeder von ihnen solle täglich den nächsten Schritt nicht nur denken, sondern auch gehen, um der Fairness näherzukommen.

HLA-Podiumsdiskussion um eine faire Zukunft auf dem Planeten mit (v. li.): Sebastian Moritz, Ralf Wilde, Susanne Treptow und Hans-Jürgen Hesse.



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