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Professor Zierer referiert vor rund 300 Pädagogen der drei berufsbildenden Schulen aus Hameln

Wie geht guter Unterricht?

HAMELN. Professor Klaus Zierer ist unter Pädagoginnen und Pädagogen eine gefragte Persönlichkeit. Als Erziehungswissenschaftler ist er seit 2015 Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg.

veröffentlicht am 17.08.2017 um 00:00 Uhr

Die Pädagogen der Hamelner Berufsschulen informierten sich über ansprechende Didaktik. FOTO: ERS/PR

Davor war er seit 2011 Professor für Erziehungswissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Jetzt war er zu Gast in der Eugen-Reintjes-Schule.

Er referierte zum Thema „Gelingensbedingungen für guten Unterricht“. Er präsentierte Grundlagen, Mythos, Methoden, Medien und deren Auswirkungen auf den Unterricht. Basis seiner Ausführungen war die Metastudie von John Hattie.

Alle 300 Lehrkräfte der drei berufsbildenden Schulen – Elisabeth-Selbert-Schule, Handelslehranstalt und Eugen-Reintjes-Schule verfolgten neugierig die Ausführungen des Erziehungswissenschaftlers. Eine seiner Thesen lautete, dass es eher entscheidend sei, wie und warum eine Lehrkraft etwas im Unterricht vermittele, weniger das Was. Ein weiterer wichtiger Aspekt sei auch die eigene Haltung der Lehrperson: Vorbild, persönliche Einstellungen, Umgang mit Menschen und seine Charakterzüge. Auch verdeutlichte er aufgrund der Studie von Hattie, wie wichtig die Arbeit des Elternhauses im Zusammenhang mit dem Bildungserfolg der Jugendlichen sei. Daher forderte er die Lehrkräfte auf, eine Kooperation zwischen den Erziehungsberechtigten, den Jugendlichen und den Unterrichtenden einzugehen. Der Einfluss auf Lernerfolge werde auch sichtbar durch Feedback – Aspekte, in denen Schülerinnen und Schüler den Lehrkräften ein Feedback zu dem erlebten Unterricht geben und dadurch in den Dialog mit den Lernenden treten. Dieses Feedback sollte sich weniger auf die Sach- oder Fach-Ebene beziehen, sondern mehr auf der menschlichen Ebene so geschehen, dass Jugendliche eine Orientierung darüber erhalten, wie sie durch eine Verhaltensänderung beim Lernen ihren Lernerfolg verbessern können. In einer schulübergreifenden Gruppenarbeit übertrugen die lernenden Lehrkräfte die Erkenntnisse auf ihre Schularbeit und fassten die gewonnenen Erkenntnisse zusammen. Mit einer Diskussion über die präsentierten Gruppenarbeitsergebnisse endete diese Fortbildung erfolgreich. In seinen Schlussworten lobte Prof. Zierer die gelungene Vernetzung zwischen den drei berufsbildenden Schulen als eine zukunftsträchtige, aber auch notwendige Maßnahme.PR

Prof. Klaus Zierer FOTO: ERS/PR


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