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Vor Gericht: Fahrt ohne Führerschein / "Er war in Suhl"

Widersprüchliche Aussagen - Bielefelder freigesprochen

Rinteln/Bückeburg (maf). Nach widersprüchlichen Zeugenaussagen im Prozess gegen einen Bielefelder (60), dem eine Fahrt ohne Führerschein in Krankenhagen vorgeworfen wurde, bleibt der Fall unaufgeklärt. Auf Antrag des Leitenden Oberstaatsanwalts Thomas Pfleiderer hat die Berufungskammer des Bückeburger Landgerichts unter Vorsitz vonRichter Friedrich von Oertzen am zweiten Verhandlungstag das Verfahren eingestellt.

veröffentlicht am 23.02.2007 um 00:00 Uhr

In erster Instanz war der Ostwestfale in dieser Sache schuldig gesprochen und zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Dabei bezog der Rintelner Richter eine frühere Entscheidung des Amtsgerichts Gütersloh ein, das gegen den Angeklagten eine viermonatige Bewährungsstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verhängt hatte. Die jetzige Einstellung des Verfahrens erfolgte im Hinblick auf eben dieses Gütersloher Urteil: Im Falle einer Verurteilung beim aktuellen Vorwurf wäre die Strafe neben dem Gütersloher Richterspruch nicht beträchtlich ins Gewicht gefallen. Laut Anklage soll der Bielefelder am 1. Juli 2005 mit seinem Renault in Krankenhagen unterwegs gewesen sein, obwohl er keinen Führerschein hatte. Dazu hörte die Berufungskammer mehr als ein halbes Dutzend Zeugen, die unter anderem aus Berlin, Ahlen, Ostfriesland und Bad Salzuflen angereist waren. Belastet wurde der Angeklagte von der Tochter seiner früheren Partnerin. Demzufolge klingelte er an jenem Tag an der Tür der 31-Jährigen und fragte nach ihrer Mutter, die sich im Streit von ihm getrennt hatte. Wenig später sah die junge Frau, wie er in den Wagen stieg und davonfuhr. Am nächsten Tag erstattete sie Anzeige wegen einer Bedrohung, die der Mann ausgesprochen haben soll. Nur in einem Nebensatz erwähnte sie auf der Wache, dass der 60-Jährige mit dem Renault bei ihr vorgefahren war. Dagegen leugnete der mehrfach einschlägig vorbestrafte Angeklagte diese Fahrt und versicherte, er sei am 30. Juni mit dem Zug nach Suhl gereist, um seine neue Freundin zu besuchen. Erst am 2. Juli, auch dafür gibt es Zeugen, holte ein Bekannter ihn dort ab und fuhr ihn zu seiner Tochter nach Barntrup. "Am 1. Juli war er definitiv inSuhl", sagte seine neue Freundin aus. Sie ist inzwischen zu dem Angeklagten nach Bielefeld gezogen.



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