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Umzugsstress in Nienstädt: Die Gemeindeverwaltung zieht um

Widdel & Co. können einpacken

Nienstädt. Mehr als 30 Jahre Verwaltungsgeschichte verpacken Bürgermeister Gerhard Widdel (SPD) und sein Team derzeit in Kartons. Etwa sechs Wochen Zeit bleiben noch dafür. Ab dem 1. April geht es für die Nienstädter Gemeindeverwaltung in die Räume über dem Kindergarten an der Sülbecker Straße 8.

veröffentlicht am 12.02.2014 um 16:57 Uhr
aktualisiert am 12.02.2014 um 19:16 Uhr

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Autor:

jan-Christoph prüfer

Ein Teil der Kartons voller Akten und Formulare lagert derzeit noch im Haus mit der Nummer 13. Mitarbeiter des Bauhofes sollen sie in den nächsten Tagen „rüberschaffen“. Zeit, sich von überflüssigen Staubfängern zu trennen?

„Einiges geht natürlich in den Schredder“, sagt Widdel. Bei der Entsorgung gilt es, besondere Sorgfalt walten zu lassen: Immerhin enthalten die Papiere teils empfindliche Daten.

Beim „Müll“ liegen zum Beispiel Angebote von Firmen, Reaktionen auf Ausschreibungen, die älter als zehn Jahre sind. Die Inhalte einiger Papiere reichen zurück bis ins Jahr der Gebietsreform 1974. „Im Keller liegen aber auch Sachen, die noch älter sind“, weiß Widdel.

Mit Vorsicht müssen die Verwaltungsmitarbeiter beim Sortieren vorgehen. „Protokolle von Ausschuss- und Ratssitzungen samt Beschlüssen dürfen auf keinen Fall verloren gehen“, erklärt Verwaltungschef Widdel.

Gründe für den Umzug gibt es mehrere. Vor allem aber, so Widdel, geht es um einen Platzgewinn von 30 bis 40 Prozent und Räume, die technisch auf dem neusten Stand sind.

„Bei Verwaltungsausschusssitzungen wurde es schon eng hier“, sagt Widdel. Zu den Sitzungen trafen sich die Politiker in dem Raum, in dem jetzt einige der Kisten lagern. Ein langer Konferenztisch steht darin, ein paar Stühle – und schon bleiben an den Seiten nur noch zwei enge Schneisen, um sich zu bewegen.

Das Mobiliar stammt ähnlich wie die Aktenschränke aus den siebziger Jahren. In den neuen Räumen werden die Verwaltungsmitarbeiter auch auf neuen Stühlen an neuen Tischen Platz nehmen. Die Anschaffung ist in den rund 45 000 Euro enthalten, mit denen sich der Umzug im Haushalt der Gemeinde wiederfindet. Die neuen Räume verfügen zudem über notwendige Anschlüsse für Strom und Internet. „Brandschutz und Verkabelung“, sagt Widdel – das seien die hauptsächlichen Kostentreiber.

Für den Bürgermeister geht es gefühlt „zurück nach Hause“. Seit 1991 ist er im Amt. Bis vor etwa zehn Jahren habe sich die Verwaltung ebenfalls in den Räumen über dem jetzigen Kindergarten befunden. Die Gemeinde hatte die Wohnung an Privatpersonen vermietet. Die Mieter haben sich inzwischen ein neues Heim gesucht.



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