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Die Bürgermeister-Kandidaten: Bernd Kirsch tritt für "WIR für Obernkirchen" an

"Wichtig? Teamfähigkeit und Führungsqualität"

Obernkirchen. 1997, als die Oder in Frankfurt aus ihrem Bett steigen wollte, da haben dann die anderen davon profitiert, dass er sehr früh, sehr gerne und sehr motiviert gelernt hat, Führungsverantwortung mit ständig steigenden Belastungen zu übernehmen. 120 Soldaten waren zu führen, um zwölf Kilometer Deich zu sichern - von morgens um fünf bis abends um zehn, elf Uhr. Dass er dabei - in seiner ersten Wehrübung - auch noch Teile einer Versorgungseinheit führte, erwähnt Bernd Kirsch dann nur noch am Rande, um das Bild abzurunden.

veröffentlicht am 31.07.2006 um 00:00 Uhr

Klarer Kurs: Bernd Kirsch will im September zum Bürgermeister ge

Autor:

Frank Westermann

Und genau diese Qualitäten will er als Bürgermeister der Stadt für Obernkirchen in die Waagschale werfen. "Die Teamfähigkeit und die Führungsqualität, das sind die zwei wichtigen Punkte, die ich mitbringen werde." Kirsch kann mit guten Gewissen auf seinen beruflichen Werdegang verweisen, um das Gesagte zu unterstreichen: Maschinenschlosser gelernt, im Akkord gearbeitet, dann Stabsoffizier bei der Bundeswehr, danach Diplom-Kaufmann - zügig und intensiv verlief sein Werdegang. "Lebenslanges Lernen" nennt dies der 42-Jährige, der in einem 2000-Seelen-Dorf in der Nähe von Braunschweig aufwuchs, im Zonenrandgebiet, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Aber er hatte schon vor seinem Umzug nach Obernkirchen verwandtschaftliche Wurzeln in der Bergstadt: Hier wohnte ein Großonkel. Bereut hat er den Wechsel nie: "Obernkirchen ist sehr schön, man kann alles ohne Auto erledigen, es gibt eine gute Infrastruktur." Aber auch noch viel zu tun, denn "man muss Visionen haben". Die hat er: Obernkirchen wieder über die 10 000-Einwohner-Grenze hieven, Verwaltung und Stadt als Dienstleister entwickeln, die den Boden für künftige Ansiedlungen von Handwerksbetrieben nährt, auf dass die Gewerbesteuer wieder steige und der Spielraum dadurch größer werde. Das traut er sich zu: "Durch die jahrelange Berufserfahrung im Management eines mittelständischen Unternehmens habe ich gelernt, unternehmerisch zu denken und in der freien Wirtschaft im Team zu arbeiten." Bleibt die Familie. Kirsch ist verheiratet und hat eine fünfjährige Tochter, die seit Wochen ein neues Baumhaus hat. Papa hat es gebaut und, weil einmal dabei, für sich und seine Frau noch ein Gartenhäuschen. Dass die Tochter mit der Familie Gemeinsames erlebt, ist ihm wichtig. Und so hat er die Begeisterung für das gemeinsame Hobby mit seiner Ehefrau mittlerweile auf die Tochter übertragen können: das Bauen von RC-Schiffs- und Automodellen: "Das sind Modellautos, die richtig fahren", erklärt er. Und so ganz nebenbei hat der Leiter einer Offizierskameradschaft im benachbarten Bückeburg kürzlich noch die Zeit gefunden, einer anderen jahrelangen Verpflichtung mal wieder nachzukommen. Er war bei der Blutspende. Es war seine 56.

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