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Unmäßiges Streben nach Geld

Wessen Glück feiern wir?

Zum Weltglückstag die Frage zu stellen, welche Beziehungen zwischen Einkommen und Zufriedenheit stehen, ist natürlich hoch spannend.

veröffentlicht am 27.03.2020 um 23:53 Uhr

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Zu: „Geld macht nicht glücklich, beruhigt aber ungemein“, vom 20. März


Selbstverständlich stellt sich die Frage, wie sich die Motivation generiert, mehr Einkommen zu erwirtschaften, als zu einem auskömmlichen Leben notwendig ist. Wissen wir doch, dass gerade in der heutigen Zeit ein großer gesundheitlicher Risikofaktor der sogenannte „Stress“ ist. Herzinfarkte, Depressionen, Burnout, usw. werden gern in Kauf genommen, um überflüssigen Reichtum anzuhäufen. Der einzige Zweck scheint darin zu liegen, sich mit Statussymbolen zu umgeben.

Dabei gibt es durchaus Beispiele für andere Gesellschaftsorganisationen wie dem unmäßigen Streben nach Geld. Misst doch das Land Buthan den Erfolg von Regierungstätigkeit in Bruttonationalglück statt mit dem Bruttosozialprodukt, mit dem ausschließlich der Erfolg wirtschaftlicher Tätigkeit erfasst wird. Selbst ein gesundes Tier käme nie auf die Idee, mehr zu fressen, als es zum Leben benötigt. Welche Triebe sind es also, dass Menschen offenbar mehrheitlich nicht gewillt sind, selbst ihren Überfluss zu teilen? Oft wird ins Feld geführt, man habe sich den Reichtum mühsam erarbeitet. Doch bei genauem Hinsehen entpuppen sich derartige Behauptungen in der Regel als konstruiert. Reichtum wird entweder vererbt oder entsteht, indem man andere Menschen übervorteilt.

Entweder geschieht dies dadurch, dass man Menschen einen fairen Lohn für ihre Arbeitskraft vorenthält oder aber indem man überteuerte Waren, Dienstleistungen oder Verträge verkauft. Wenn wir also den Weltglückstag feiern, beschleicht mich doch insgeheim die Frage, wessen Glück wir feiern? Ich vermute, für den größten Teil der Menschheit kommt keine wirkliche Feierlaune auf.



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