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Runder Tisch nimmt Arbeit auf / Düngemittelhersteller K+S stellt Bedingungen

Weserversalzung: Keine Lösung ohne Sicherung wirtschaftlicher Strukturen

Rinteln/Kassel (fhm). Jetzt sitzen alle an einem Tisch: Vertreter von Umweltverbänden, fünf Bundesländern, Landkreisen, Kommunen, Behörden und des Unternehmens K+S kamen zum ersten Runden Tisch in Kassel zusammen. Seit anderthalb Jahren sorgt der Plan des Düngemittelherstellers, mit einer 63 Kilometer langen Pipeline Salzlauge in die Werra und damit in die Weser zu leiten, für starke Proteste bei Politikern, Bürgern und Naturschützern.

veröffentlicht am 26.03.2008 um 00:00 Uhr

Nachdem sich K+S zunächst geweigert hatte, auf die Argumente der Umweltschützer einzugehen, hatte man sich auf einen Runden Tisch geeinigt, um gemeinsam nach einer Problemlösung zu suchen. Unter dem Vorsitz des früheren Kasseler Universitätspräsidenten Professor Dr. Hans Brinkmann konstituierte sich der Runde Tisch, dem 22 stimmberechtigte Mitglieder angehören. Das neue Gremium hat zwar keine Entscheidungsgewalt, wird aber von allen Beteiligten als einflussreiches Organ gesehen. Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender von K+S, konkretisierte den Auftrag des Runden Tisches: die Verbesserung desökologischen Zustands von Werra und Weser, Sicherung der Arbeitsplätze in der Kaliindustrie sowie die Stärkung der wirtschaftlichen Strukturen in den betroffenen Regionen. Die gemeinsame Aufgabenstellung von Umwelt und Wirtschaft sei für K+S wichtig. "Es darf keine Vorschläge zur Lösung der anstehenden Umweltfragen geben, die nicht gleichzeitig die Sicherung gesunder wirtschaftlicher Strukturen im Auge behalten."



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