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Nachhilfeorganisation "Schülerhilfe" eröffnet / Hausaufgabenhilfe in Gruppen von fünf Schülern

Weserstraße 18: Ort für entspanntes Lernen

Rinteln (cok). Drei Gutscheine für jeweils ein halbes Jahr Nachhilfe übergab Ricardo Gallo von der gerade neu in Rinteln eröffneten Nachhilfeorganisation "Schülerhilfe" an Bürgermeister Karl Lange. Der wird sie an drei Schulen weiterleiten, damit auch Schüler aus sozial benachteiligten Familien im Rahmen des bewährten Gruppenkonzeptes unterrichtet werden können.

veröffentlicht am 18.01.2007 um 00:00 Uhr

Ricardo Gallo, Silke Gutzeit und Karl Lange (v.l.) bei der Gutsc

864 Euro ist ein einzelner Gutschein wert und soviel kostet auch die Nachhilfe für 6 Monate in der "Schülerhilfe". Diese nicht geringe, aber auch in dem bereits vor Ort ansässigen "Studienkreis" übliche Summe ist mit ein Grund dafür, warum Eltern durchschnittlich ein Jahr brauchen, um von der ersten Erkenntnis, dass ihr Kind in der Schule nicht klarkommt dahin zu gelangen, es für eine Nachhilfe anzumelden. Die Investition kann aber wirklich lohnend sein und eine oft ziemlich schwierige Situation in der Familie wieder entkrampfen. Seit 35 Jahren ist die "Schülerhilfe" in Deutschland präsent, mit eigenem Lehrmaterial und mit Lehrern, die über eine akademische und pädagogische Ausbildung verfügen, damit sie Kindern, die schulische Probleme haben, kompetent und mit individueller Fürsorge zur Seite stehen können. Nie mehr als fünf Schüler lernen in einer Gruppe, zweimal in der Woche für anderthalb Stunden, in denen sie Hilfe bei ihren Hausaufgaben bekommen und speziell auf ihre Schwierigkeiten zugeschnittene Übungen machen. "Die Atmosphäre ist zugleich konzentriert und gelassen bei uns", sagt Geschäftsführer Ricardo Gallo. "Wir haben nicht die klassische Schulsituation, in der es zwischen über 30 anderen Schülern oft sehr schwer ist, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, wenn man gar nichts mehr versteht. Hier sind die Kinder mit anderen zusammen, die auch Lernprobleme haben und Fragen stellen. Das ist eine gute Ausgangslage für ein entspanntes Lernen." Die "Schülerhilfe" hat sich mit vielen kleinen freundlichen Räumen im ersten Stock der Weserstraße 18 eingerichtet, wo auch die Eltern täglich zwischen acht und 13 Uhr vorbeikommen können, um sich über die Entwicklung ihrer Kinder zu informieren. Sollte ein Kind nicht pünktlich auftauchen, dann wirdsofort zu Hause angerufen, und überhaupt ist eine ständige Rückkopplung zwischen Lehrern und Eltern Teil des pädagogischen Konzeptes. Nicht nur die Grundfächer werden in der "Schülerhilfe" angeboten, sondern überhaupt jedes Fach, das an den Rintelner Schulen gegeben wird, auch solche Besonderheiten wie zum Beispiel Spanisch. Meistens wird versucht, Schüler mit den gleichen Fächern zusammen zu tun, aber es ist vom Konzept her ganz unproblematisch, wenn jeder etwas anderes zu lernen hat. Auch die verschiedenen Schulformen können ruhig in ein und derselben Gruppe auftauchen, nur beim Alter wird darauf geachtet, dass nicht Oberstufenschüler mit 12-jährigen oder gar Grundschülern zusammen arbeiten. Sorgen, dass die "Schülerhilfe" wegen des ganz ähnlich ausgerichteten "Studienkreises" unter fehlender Nachfrage leiden könnte, hat Roberto Gallo überhaupt nicht. "In fast allen Städten sind unsere beiden Institutionen vorhanden. Wir sind im Bundesverband für Nachmittags- und Nachhilfeschulen organisiert und kommen gut miteinander aus", sagt er. Außerdem belegen Statistiken, dass zurzeit jeder dritte Schüler im Laufe seines Schullebens Nachhilfe in Anspruch nimmt. Es wird also viel zu tun geben.



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