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Lizenzierung der Zeitnehmer sorgt jedoch für ein Ärgernis bei den Vereinen

Weser-Schaumburg-Leine beschließt das Team-Timeout für alle Ligen

Handball (hga). Auf seinem turnusmäßig alle drei Jahre stattfindenden Verbandstag hat der Handballverband Niedersachsen (HVN) die Verwaltungsinstanz der Bezirke endgültig aus seiner Satzung verbannt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:13 Uhr
aktualisiert am 22.05.2018 um 09:16 Uhr

Die Reserve des VfL Bad Nenndorf freut sichüber das Team-Timeout

Die seit einigen Jahren laufende Strukturreform des mit 100.000 Mitgliedern stärksten Landesverbands sorgte noch einmal für langwierige Diskussionen, HVN-Ehrenpräsident Herbert Bock (Bad Nenndorf) sprach "von Turbulenzen, wie ich sie noch nicht erlebt habe." Zuvor hatte bereits ein Teil der 46 Kreisfachverbände von der Möglichkeit, Handball-Regionen zu bilden Gebrauch gemacht. "Mit dem Ziel, effizientere und kostengünstigere Verwaltungseinheiten zu schaffen", erklärte HVN-Vizepräsident/Recht Thomas Rössing-Schmalbach. Die Delegierten beauftragten das Präsidium, den zuletzt 2004 modifizierten Vertrag mit dem Bremer Handballverband vorsorglich zu kündigen und dem erweiterten Präsidium einen Vorschlag für die weitere Zusammenarbeit mit dem Nachbarverband vorzulegen. Neben dem HVN-Präsidenten Wolfgang Ullrich und Rössing-Schmalbach wurden Otto Daseking (Spieltechnik), Gabriele Wach (Ausbildung, Vereinsservice und Breitensport) sowie Thomas Löw (Jugend) für drei Jahre als Vizepräsidenten in den Vorstand gewählt. Bereits im April hatte die Handballkreisspielgemeinschaft Weser-Schaumburg-Leine (WSL, aus den Kreisen Hildesheim, Holzminden, Nienburg, Schaumburg und Weserbergland) nach drei Jahren die Auflösung zum 30. Juni 2006 beschlossen. Es wurde im Zuge der Strukturreform die Handballregion Weser-Schaumburg-Leine e.V. gegründet. Uwe Beyer, ehemals Vorsitzender der HKSG, wurde einstimmig zum Vorsitzenden der WSL gewählt. Ebenfalls einstimmig gewählt wurden als stellvertretende Vorsitzende Christian Meyer (Finanzen), Herbert Nordbrock (Recht) und Manfred Hartmann (Jugend und Ausbildung). Zu Kampfabstimmungen kam es um den Posten der Spieltechnik, hier setzte sich Otto Daseking gegen Wilhelm Kampmeier durch, beim Schiedsrichterwesen gelang dies Gert Krüger. Hartmut Witkop wählte die Gründungsversammlung einstimmig als Vorsitzenden des Regionssportgerichts. Als wichtigsteÄnderung schloss sich die neue WSL einer Änderung des HVN an, der auch in den nun unter Verbandsregie spielenden Landesligen das Team-Timeout einführte. Das bedeutet ein Team-Timeout für alle WSL-Ligen, bei der Jugend bis zu den Mannschaften, die nicht in Turnierform spielen. Die Möglichkeit, in jeder Spielhälfte eine einminütige Auszeit zu nehmen, wird von den Trainern begrüßt. "Das ist eine gute Sache", sagte Rainer Hinze, Coach vom VfL Bad Nenndorf II. Als weniger gut befand Hinze die Vorschrift, dass die Zeitnehmer eine Lizenz vorweisen müssen. "Es ist so schon schwer genug, immer Zeitnehmer zu finden", sagte Hinze. "Die Deutschen müssen halt immer alles reglementieren", meinte Otto Daseking, Vizepräsident/Spieltechnik beim HVN und WSL. "Es soll einheitlich geregelt sein", erklärte Daseking. Bußgelder für nicht lizenzierte Zeitnehmer sind vorgesehen. Für die nähere Zukunft kündigte Daseking noch einen Lehrgang zu Lizenzierung für Zeitnehmer an.

Otto Daseking wurde als Vizepräsident in den HVN-Vorstand gewähl
  • Otto Daseking wurde als Vizepräsident in den HVN-Vorstand gewählt.


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