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Demo macht auf Probleme aufmerksam

"WeserMassiv" - ein letzter Anlauf fürs dritte Festival

Rinteln (crs). Hendrik Kubitzky nimmt einen letzten Anlauf: "Reggae on the move" nennt der 26-jährige Exil-Rintelner die Demonstration am Sonnabend, 8. September, die für den Erhalt einer alternativen Musikkultur in Schaumburg eintritt - und insbesondere auf die Schwierigkeiten in der Planung fürs dritte WeserMassiv-Festival im September 2008 aufmerksam machen will.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:54 Uhr

Denn Kubitzky und seine Freunde, die als Verein "RIA" (Rinteln in Aktion) 2005 und 2006 die ersten beiden Festivals im Steinbruch Steinbergen veranstaltet haben und den Gig liebend gerne als jährliche Traditionsveranstaltung etablieren würden, stehen vor zwei großen Problemen. Zum einen ist das Investitionsvolumen mittlerweile sehr hoch: "Das können wir als Verein nicht mehr abbilden, das Risiko ist zu groß", sucht Kubitzky nach finanzkräftiger Unterstützung. Noch drückender aber ist die Standortfrage: Zwar sei der Steinbruch für eine solche Großveranstaltung optimal, erläutert Kubitzky. "Aber um richtigen Festival-Charakter zu bekommen, bräuchten wir einfach mehr Zeit", hält er eine Ausweitung auf tagsüber für wesentlich - was bedeuten würde: Am Sonnabend bleibt das Steinzeichen dicht. Genau das lehnt Steinzeichen-Geschäftsführer Josef Wärmer kategorisch ab. "Auf gar keinen Fall" könne der Betrieb einen Tag geschlossen bleiben: "Ausgeschlossen, die Besucher verlassen sich auf uns", will Wärmer auch die von RIA gebotene Ausfallpauschale nicht akzeptieren. Als Vermittler schaltet sich jetzt Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz ein. Ihn haben etliche Mails von Festivalfreunden erreicht, die sich für dessen Erhalt einsetzen. "Es ist wichtig, in Rinteln was für die jungen Leute zu tun", sagt Buchholz, der das Festival als "Bereicherung" empfindet - und will nochmals das Gespräch mit Wärmer suchen. "Reggae on the move" startet am 8. September um 12 Uhr am Ernestinum. Von dort aus geht es Richtung Innenstadt, durch Krankenhäger Straße und Ritterstraße zum Sportplatz an der Jugendherberge, wo die Abschlusskundgebung stattfinden soll.

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