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Internationaler Erfahrungsaustausch animiert zum Aufbau einer multikulturellen Tanzgruppe: Tanzend lassen sich Sprachbarrieren überwinden

Weser-Fun-Dancer des TSV Schwalbe Tündern in der Türkei

Tündern. Die positiven Erfahrungen, die die Weser-Fun-Dancer des TSV Schwalbe Tündern von 1911 e.V. bei ihrem einwöchigen Türkeiaufenthalt in Alanya gemacht haben, animieren den Vorstand von Schwalbe Tündern dazu, sich noch viel mehr als bereits bisher, für die Integration ausländischer Mitbürger in den Verein zu engagieren. Geplant hatten die Tänzer die Reise gemeinsam mit einer Square Dance-Gruppe aus Schleswig-Holstein. „Die gute Stimmung in unserer Gruppe war bereits am Flughafen Hannover zu spüren“, berichtet Susanne Busse. Aus der Square-Dance-Sparte unter der Leitung von Barbara de Wit traten zehn Mitglieder die Reise nach Alanya an. Dass aus dem fröhlichen Treffen mit den Freunden aus Schleswig Holstein mit zahlreichen Tanzformationen und Klönschnack ein internationaler Erfahrungsaustausch werden würde, ahnte bis dahin noch niemand. Der Organisator der schleswig-holsteinischen Square Dancer, Hartmut Stein, traf im Hotel mit Square-Dance-Tänzern aus Eckernförde, Kiel, Heide, Wyk auf Föhr und Westerland ein. Insgesamt 80 Teilnehmer nahmen an dieser Reise teil. „Unsere Tage in Alanya begannen nach dem Frühstück mit zwei Stunden Training und endeten am Abend ebenfalls mit zwei Tanzstunden“, berichtet Susanne Busse und erläutert: „Beim Square Dance tanzt jeweils eine Gruppe von acht Tänzern quer nach den Vorgaben ihres Callers. Auf Zuruf von ihm werden die Tanzfiguren spontan getanzt. Es sind mehrere Figuren, die ein Square Dancer beherrschen muss. Die Ansagen erfolgen in Englisch – die Tanzfiguren lassen sich leicht erlernen.“

veröffentlicht am 19.05.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:21 Uhr

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Peter Laubach aus Eckernförde brachte alle Tänzer oft zum Lachen. Und auch die anderen Hotelgäste interessierten sich für dieses Hobby, das offenbar so viel gute Laune versprüht. „Da unsere Tanzstunden bei den anderen Hotelgästen Aufmerksamkeit geweckt hatten, lud uns die Hoteldirektion zu einem Auftritt ein. Statt des abendlichen Animationsprogramms im Hotel durften wir Square Dancer einen Auftritt hinlegen“, freut sich Susanne Busse. „Was am nächsten Tag unsere Erwartungen an diese Reise absolut übertraf, war eine spontane Einladung der Square Dancer von Alanya, denn wir wussten bisher nicht, dass Alanya eine Square Dance-Gruppe hat. Eine Delegation von 20 Tänzern unserer Gruppen wurde zum Wahrzeichen Alanyas eingeladen, dem „Roten Turm“ (Red Tower). „Hier, am geschichtsträchtigen Bauwerk durften wir die Square Dancer von Alanya treffen und mit ihnen tanzen. Was für ein Highlight!“, schildert Susanne Busse. Und wunderschön international gab sich diese Tanzgruppe: die Präsidentin der Square Dancer aus Alanya ist eine Inderin, der Caller ist ein Däne und viele Holländer, Belgier und Deutsche gehören dazu. Leider gehörte der Gruppe von tanzfreudigen Residenten bisher noch kein türkisches Tanzpaar an. Für die Hamelner Gruppe stellte sich aber nun umgekehrt die Frage, warum unter ihnen noch keine türkischen, belgischen, englischen oder französischen Mitbewohner mitmachen. „Wir würden es sehr begrüßen, in Hameln eine Multi-Kulti-Gruppe zu werden, denn diese Reise hat uns deutlich gezeigt, welche Bereicherung uns die verschiedenen Nationalitäten gebracht haben, ist Tanz doch eine Aktivität, die die Hemmungen der Sprachbarrieren bricht“, berichtet Susanne Busse.

Peter Laubach hat die Alanyer Square Dancer zur Kieler Woche eingeladen vier Tänzer haben bereits zugesagt. „Für uns ein Anreiz, die Alanyer 2012 nach Tündern einzuladen“, meint Busse.

Der Vorstand von Schwalbe Tündern freut sich ausdrücklich über jedes neue Mitglied im Verein, sei es bei den Weser-Fun Tänzern oder auch beim Besuch einer der vielen anderen Sportsparten, wie Judo, Tischtennis, Leichtathletik, Gymnastik, Prellball, Gewichtheben, Boulespielen oder Rückenschule. Der Vorstand habe auch ein offenes Ohr für Menschen, die neue Sportarten ins Leben rufen wollen, berichtet Susanne Busse. So setzte sich der TSV auch für die Umsetzung des Tündernsee-Projektes ein, denn mit verschiedenen Wassersportarten lässt sich das Vereinsspektrum positiv erweitern. Der diesjährige Tünderseelauf findet übrigens am Samstag, den 4. Juni statt. Und der Vorstand verspricht ausdrücklich zu helfen, beim Ausfüllen von Formularen für den sogenannten Bildungsgutschein, mit dem gerade Kinder gefördert werden sollen, deren Eltern es sich nicht leisten können, unterschiedliche sportliche Aktivitäten für sich und ihre Kinder zu zahlen.

Tanzend lassen sich Sprachbarrieren abbauen, meinen die Weser-Fun-Dancer von Schwalbe Tündern und laden Bürger dazu ein, neben ihrer Sportart auch die verschiedenen Sportarten in ihrem Verein kennenzulernen.



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