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Rundgang durch den Industriekomplex

Wer will die alte Mühle haben?

Die Aussicht ist spektakulär – „und für unter einer Million zu haben“, sagt Franz Engelke von der Good Mills Group. Auf elf Stockwerke verteilen sich rund 40 000 Quadratmeter und beflügeln die Fantasie. 4500 Quadratmeter umfasst die Grundfläche der Mühle, 21 000 Quadratmeter das Gelände. Bilder von lichtdurchfluteten Lofts, großzügigen Büros und noch großzügigeren Treppenhäusern schießen durch den Kopf, wenn man durch die riesigen Etagen geht – manche noch mit Parkett, das in den 50er Jahren als geräuschdämmend und sehr hygienisch galt. Das Unternehmen, das inzwischen zum österreichischen Mühlenkonzern Good Mills Group gehört, ist weiter auf der Suche nach Interessenten. „Wir hoffen derzeit auf ein Gespräch“, so Engelke. Bei aller Anziehungskraft müsse man sehen, was machbar sei. Denn eines sei klar: Die Umgestaltung ist finanziell kein Pappenstiel. Noch versprüht das Gebäude den Charme der 50er Jahre. Ganz und gar ungeschminkt. Derzeit werden die Reste des Innenlebens demontiert – die Mühle soll für potenzielle Investoren geräumt sein. Die Maschinen wurden längst ausgebaut, dort wo sie standen, geben riesige runde Löcher den Blick nach unten frei – zum Teil durch zehn Stockwerke hindurch. Für die Muttergesellschaft hält sich der Verlust in Grenzen: Die Gebäude seien fast abgeschrieben, der Restbuchwert werde beim Verkauf eventuell erreichbar. Die Firma selbst will nicht investieren, sondern verkaufen. Fantasievolle Skizzenpläne sollen die Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen.

veröffentlicht am 05.06.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:14 Uhr

Dorothee Balzereit

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Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite

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5 Bilder
Ein paar Tassen mit dem Kampffmeyer-Emblem haben in der ehemaligen Küche überlebt. Die im Krieg zerstörten Wesermühlen wurden von Kurt Kampffmeyer sen. 1926 übernommen. Das heutige Gebäude wurde im Jahre 1949 errichtet.


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