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Bei einem zünftigen Grünkohlessen mit Brägenwurst ließen zahlreiche Gäste vergangenen Samstag Theo Wehrbein anlässlich seines 80. Geburtstages hochleben. Der frühere Werbeleiter der Stadtsparkasse und Ehrenpräsident des Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege feierte im Forsthaus Finkenborn, wo neben Verwandten, Freunden und Nachbarn auch Mitglieder des Laufklubs „SSC Rotenberg“, seine Skat-, UNO- und Scrabble-Partner, der „Kleine Chor“ der Hamelner Liedertafel, Grenzbeziehungs-Mitläufer und ehemalige Kollegen dem Jubilar ihre Aufwartung machten und ihn mit launigen Reden und einem kräftigen „Dreifach Rotenberg – Blau!“ hochleben ließen. Natürlich möchte Theo, der unverbesserliche Holzwurm, das geschenkte Geld für sein Hobby – Laubsägearbeiten – in einem heimischen Baumarkt anlegen.

veröffentlicht am 11.12.2009 um 19:00 Uhr

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Apropos Liedertafel: Dieser mit 172 Jahren wohl älteste Chor der Rattenfängerstadt hatte in dieser Woche gleich mehrfach Auftritte: So brachten rund 20 Sänger mit ihrer Chorleiterin Svetlana Herold am Montag ein Ständchen im Rathaus dar, und zwar zu Ehren von Ralf-Ulrich Boehm aus dem Fachbereich Umwelt und Technische Dienste, Grünflächen und Naturschutz. Der hatte zwar auch Geburtstag, der Anlass aber war noch ein anderer: Der Mitarbeiter der Verwaltung hatte eine Anregung der Liedertafel unbürokratisch umgesetzt und im Sommer das Denkmal des Gründervaters Senior Schläger reinigen lassen. Der musikalische Dank galt stellvertretend allen Mitarbeitern des Bauhofs, und das gerührte Geburtstagskind bekannte, in 32 Jahren beruflicher Tätigkeit noch nie so ein Bürgerengagement erlebt zu haben.

Und nur einen Tag später hatten die Sänger schon wieder einen Auftritt, diesmal im „Seehof“: Dort feierte Wilhelm Wolinski, Urgestein der Hamelner Bauszene, seinen 93. Geburtstag, und zwar in gewohnter Frische. Versteht sich, dass die Gratulanten der Liedertafel, der der frühere Bauunternehmer seit sage und schreibe 55 Jahren angehört, nicht nur ihm, sondern auch „Frau Musica“ zu Ehren das eine oder andere Liedchen schmetterten. Unter den Gästen waren wie üblich zahlreiche Weggefährten, darunter mit Wilhelm Grotemeier der frühere Direktor der Stadtsparkasse, außerdem der langjährige Landtagsabgeordnete der SPD, Heinz Hoffmann, oder (mit 72 Jahren fast schon der Jüngste im Bunde) Helmut Probst, viele Jahre Vorsitzender der Kreishandwerkerschaft Hameln-Pyrmont.

Die schwarz-gelbe Koalition auf Bundesebene hat bei einigen Landesbeamten neue Karrieremöglichkeiten eröffnet. Dabei scheinen insbesondere ehemalige Pressesprecher für einen Aufstieg auf dem Berliner Parkett bestens geeignet zu sein. Jüngster Beleg: Dr. Werner Bruns, früher Sprecher des einstigen Wirtschaftsministers Walter Döring (FDP) und zuletzt Abteilungsleiter im Wirtschaftsressort von Baden-Württemberg, steigt zum Abteilungsleiter beim neuen Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel auf. Auch Veit Steinle, ehemals Sprecher von Altministerpräsident Erwin Teufel und zuletzt Abteilungsleiter im Kunstressort, sowie Olaf Bentlage, einst Sprecher der Südwest-FDP und zuletzt deren Geschäftsführer, sind jetzt in Berlin aktiv: Steinle als Chef der Grundsatzkommission im Bundesverkehrsressort, Bentlage als Bürochef von Fraktionschefin Birgit Homburger. Übrigens: Der Erstgenannte ist der Sohn des früheren Ortsbürgermeisters und legendären „Löwen von Tündern“, Werner Bruns.

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Auf Schweinchenjagd für den Festtagsbraten sind Fans des Kugelsports auf den Boule-Bahnen am Hotel „Stadt Hameln“ beim traditionellen Gänse-Boule gegangen. In neun Durchläufen gab’s jeweils eine Gans für den Sieger nach Punkten. Den ersten Festtagsbraten sicherte sich Petra Herrmann durch drei gut platzierte Würfe und freute sich sichtlich, als Dewezet-Geschäftsführer Günter Evert ihr die stattliche Gans überreichte. Dass man nicht zwingend ein Boule-Spieler sein muss, um beim Gänse-Boule zu gewinnen, bewies der Engländer Graham Hodgen, der zu Besuch in Hameln war und zufällig vorbeikam. Er hatte vorher noch nie eine Boule-Kugel in der Hand gehabt, platzierte seine drei Kugeln dann aber so nah am Ziel-Schweinchen, dass er Sieger in seinem Durchlauf wurde. Die Gans hat er nach Osnabrück mitgenommen: „Und die wird noch heute Abend zubereitet“, meinte der Brite. Vom Hotel „Stadt Hameln“ waren zusätzlich drei Brunch-Gutscheine spendiert worden, die unter den Spielern verlost wurden.

„ Es war wieder eines der Erlebnisse, das einem keiner nehmen kann – man muss ich solche Städte erlaufen“ erzählt der Hamelner Axel Marahrens begeistert von seinem inzwischen schon 29. Marathon-Lauf (41,195 Kilometer). Diesmal hatte er sich zusammen mit seinem Freund Stefan Ladage aus Hessisch Oldendorf etwas ganz Besonderes ausgesucht. Mit vielen tausend Läufern startete er beim 24. Lissabon Marathon. Morgens um 9 Uhr bei 15 Grad Lufttemperatur, leichtem Regen und wenig Wind ging es beim Start auf dem Praco do Comercio hammerhart zu Sache, denn Europas charmanteste Hauptstadt liegt auf sieben Hügeln am Ufer des Tejo, und nicht jedem Läufer konnte sich, auf dem hügeligen Kurs über breite Avenidas, vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten, der ganze Charme der Stadt sofort erschließen. Was gut war, denn nicht nur unterwegs, sondern vor allem auf den letzten fünf Kilometern mussten die Läufer extreme Steigungen bis ins Ziel überwinden, wo Marahrens nach 3:54,58 Stunden sichtlich gezeichnet ankam. Stefan Ladage, der leichte Fußprobleme hatte, erreichte das Ziel nach 4:27,36 Stunden und war ebenfalls sichtlich „ausgelutscht“, wie die mitgereisten Frauen im Ziel bemerkten.

Noch immer gut beieinander: der 93-jährige Wilhelm Wolinski feierte im Seehof. Foto: CK

Waren in dieser Woche viel unterwegs: die Sänger der Hamelner Liedertafel, hier bei ihrem Ständchen im Rathaus für Ralf-Ulrich Böhm.

Foto: Wal

Beging seinen 80. Geburtstag. Theo Wehrbein, der „Holzwurm vom Rotenberg“.

Foto: ws

Dewezet-Geschäftsführer Günter Evert (mit Tochter Lena) überreicht Petra Herrmann eine Gans.

Foto: nls



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