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Physiotherapeut Ralph Böhne an der Golfakademie zum Golf-Physio-Trainer ausgebildet

"Wer vom Golfvirus befallen ist, bleibt dabei"

Rinteln (rd). Wer zum ersten Mal einen Golfschläger in der Hand hält, begreift schnell: Will man damit auch den Ball treffen, gilt es komplizierte, spezifische Bewegungsabläufe zu lernen und zu koordinieren. Eine Erkenntnis, die auch den Rintelner Krankengymnasten und Physiotherapeuten Ralph-M. Böhne überraschte, der Anfang des Jahres seine Platzreife erworben hat.

veröffentlicht am 05.06.2007 um 00:00 Uhr

Im Gleichtakt: Böhne erläutert Volker Kipp, Präsident des Golfcl

Und das vor einem ganz besonderen Hintergrund: Böhne ist ausgebildeter Golf-Physio-Trainer und was liegt da näher, als den Golfsport selbst auch zu erlernen. Böhne wurde Mitglied im Golfclub Am Harrl in Bad Eilsen und gibt inzwischen unumwunden zu: "Ich habe es ja nicht geglaubt, aber wenn man einmal vom Golfvirus befallen ist, bleibt man dabei." Golf sei einfach ein tolles Sportkonzept: Man wird mental wie motorisch gefordert, die langen Märsche über den Platz sind förderlich für die Ausdauer, dazu ist man an der frischen Luft in einer schönen Umgebung. Die speziellen Bewegungsmuster im Golf bringen allerdings immer wieder einmal auch spezielle Problemstellungen für einen Physiotherapeuten mit sich. Dazu kommen oft Fragen, von Senioren, die gerne Golf lernen würden: Da hat jemand Arthrose im Anfangsstadium oder eine endoprothetische Operation hinter sich und will wissen, ob er trotzdem Golf lernen oder weiter spielen kann. Deshalb hat sich Böhne an der Golfakademie der Universität Paderborn in Golfsportphysiotherapie und Biomechanik zum Golf-Physio-Trainer ausbilden lassen. Die Weiterbildung zum Golf-Physiotherapeuten erfolgt im Oktober. Gelöst werden medizinischen Probleme beim Golfsport dann in Zusammenarbeit zwischen Sportarzt, Golf-Physio-Trainer und dem Golflehrer, um bei Beschwerden die optimale Therapie zu ermitteln und einzusetzen, die garantiert, dass die alte Spielfreude zurückkehrt und der Spieler wieder fit wird. Böhne und sein Team am Steinanger 2 sind auch Spezialisten in der Umsetzung moderner Therapiekonzepte bei Sportverletzungen, speziell auch beim Tennis. Schon im letzten Jahren haben Ralph Böhne und sein Kollege Lars Molthahn die erste Rintelner Open des Tennisclubs Rot-Weiß betreut und stehen auch in diesem Jahr vom 16. bis 19. August wieder ehrenamtlich zur Verfügung, um Spielern im Notfall physiotherapeutische Hilfe zu geben.



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