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Viele offene Fragen nach mysteriösem Brand in leerstehender Gaststätte

Wer machte Feuer im Kamin?

Scharfoldendorf. Zu einem Wohnungsbrand in Scharfoldendorf mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehren Scharfoldendorf und Eschershausen am Montagnachmittag ausrücken. In einer stillgelegten Gaststätte an der Ithstraße/ Ecke Hauptstraße war im ehemaligen Gastraum dichter Rauch und Feuer entdeckt worden. Als die ersten Einsatzkräfte unter Atemschutz die Räumlichkeiten betraten, konnten sie den Brandherd im Bereich eines offenen Kamins sowie der hölzernen Deckenvertäfelung feststellen. Die Löscharbeiten in dem eigentlich unbewohnten Gebäude zogen sich jedoch in die Länge, da etliche Bereiche der Holzverkleidung entfernt werden mussten.

veröffentlicht am 15.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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Autor:

Guido Laßmann
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Mithilfe einer Wärmebildkamera wurde auch nach weiteren versteckten Brandnestern durch die Brandschützer gesucht. Im gesamten Gebäude wurden alle Räumlichkeiten nach Personen durchsucht, die sich eventuell noch im Gebäude befanden.

Rund 30 Einsatzkräfte der Feuerwehren Scharfoldendorf und Eschershausen waren hier unter der Leitung der Scharfoldendorfer Ortsbrandmeisterin Christina Mosel im Einsatz. Zur Absicherung der eingesetzten Feuerwehrkräfte stand auch ein Rettungswagen der Rettungswache aus Stadtoldendorf bereit.

Wie Anwohner im Zuge der ersten Polizeiermittlungen angaben, waren in den letzten Tagen zwei Personen rund um das Gebäude, das nach einer Zwangsversteigerung von einem Hannoveraner erworben worden ist, mit Aufräum- und Instandhaltungsarbeiten beschäftigt gewesen. Hierzu hatten sie in dem Gebäude vor-übergehend Quartier bezogen. Auch der offene Kamin, der sich in der ehemaligen Gaststube im Erdgeschoss befindet, wurde angeheizt. Warum hier jedoch das Feuer letztlich die Deckenverkleidung rund um den massiv gemauerten Kamin in Brand gesetzt hat, ist noch unklar.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand könnte hier auch fahrlässige Brandstiftung vorliegen, wenn die beiden beobachteten Personen die offene Kaminfeuerstelle ohne Aufsicht betrieben haben sollten. Über die Höhe der entstandenen Sachschäden lagen bei Redaktionsschluss noch keine Angaben vor.

Während des Feuerwehreinsatzes kam es im Bereich der Ithstraße zu Behinderungen, da in diesem Bereich die Löschwasserleitung über die Straße verlegt war und die Fahrzeuge nur über Schlauchbrücken hinweg diese Straße befahren konnten.

Dieser offene Kamin könnte die Ursache des Feuers in der ehemaligen Gaststube gewesen sein. gl

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