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Hintergrund

Wer ist der MUD, die Opposition in Venezuela?

Caracas (dpa) - Maduro gegen den MUD: So lautet das Duell in Venezuela. Wer sind die Herausforderer, die Präsident Nicolás Maduro und seine Sozialisten von der Macht verdrängen und einen Neustart anstreben?

veröffentlicht am 31.07.2017 um 11:51 Uhr
aktualisiert am 04.08.2017 um 09:50 Uhr

Ein Banner mit der Aufschrift «Nein zu der verfassungsgebenden Versammlung» hängt in einem Viertel von Caracas. Foto: Ariana Cubillos

Das Bündnis «Mesa de la Unidad Democrática» (MUD/ «Tisch der demokratischen Einheit») wurde 2008 gegründet, noch zu Zeiten des 2013 gestorbenen Präsidenten Hugo Chávez. Ihm gehören rund 20 Parteien an, von Sozialdemokraten über Liberale und Konservative bis hin zu Umweltschutzparteien. Weil die Sozialistische Einheitspartei alle Sektoren durchdrungen hat, glaubt man nur gemeinsam den Wechsel schaffen zu können, die viele Strömungen generieren auch Spannungen.

Es gibt unterschiedliche politische Zielrichtungen, daher ist eine Definition als konservatives oder Mitte-Rechts-Bündnis problematisch. Führende Köpfe sind der Gouverneur des Bundesstaats Miranda, Henrique Capriles, der Chef der Partei Voluntad Popular, Leopoldo López, und Parlamentspräsident Julio Borges. Der größte Erfolg gelang im Dezember 2015, als der MUD bei der Parlamentswahl 112 der 167 Sitze in der Nationalversammlung gewann, stärkste Partei innerhalb des MUD wurde die Partei von Capriles und Borges, Primero Justicia.

Ein geplantes Referendum zur Abwahl Maduros blockierte die von den Sozialisten dominierte Justiz, Maduro setzte fortan auf das Regieren mit Dekreten am Parlament vorbei - und der Machtkampf eskalierte.

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