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Alte Werte neu entdeckt: Heidrun Kuhlmann erklärt, warum die Familie wichtig ist - und warum Knigge Recht hatte

"Wer eine Garantie haben will, soll einen Toaster kaufen"

Rolfshagen. Sprechen wirüber Werte. Wie Aristoteles, der schon vor 2000 Jahren beklagte, dass die Jugend so faul, so bequem und so aufmüpfig sei. Oder über einen Ratgeber, der etwas später, nämlich 1956, Frauen als Rezept für eine glückliche Ehe riet, ihren Gatten mit einem warmen Lächeln und frisch geschminkt zu empfangen und ihm vor allem zuzuhören, bevor sie selbst den Mund öffne. Doch bevor die männliche Leserschaft jetzt schenkelklopfend "Werteverfall" ruft: Ein bisschen subtiler ist das Weltbild, das Heidrun Kuhlmann bei ihrem Vortrag "Alte Werte neu entdeckt" vermittelt, denn doch. Nach den Tagen, als am Sonnabend die Familien der Reihe nach ein Bad in der Zinkwanne in der Waschküche im gleichen Wasser nahm, sehnt sie sich nämlich keineswegs zurück. Denn früher war nicht alles gut, und heute ist nicht alles schlecht, erklärt sie auf dem Gemeindenachmittag der Kirche Kathrinhagen/Rolfshagen. Schließlich habe noch vor 100 Jahren der Ehemann das Recht der körperlichen Züchtigung seiner Frau innegehabt und auch ausgeübt.

veröffentlicht am 01.02.2008 um 00:00 Uhr

Heidrun Kuhlmann

Autor:

Frank Westermann


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