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Verein für Kultur und Heimatpflege Wehrbergen prägt Ortsidentität

Wenn Ute ruft, kommen sie alle

Hameln (eaw). „Das ist hier immer so, einer pfeift und schon sind sie alle da“, meint mein Tischnachbar und langt beim Grünkohl ordentlich zu. In der Tat war die 43. Mitgliederversammlung des 1967 als Heimatverein gegründeten „Vereins für Kultur und Heimatpflege Wehrbergen“ überaus gut besucht. 115 der insgesamt 182 Vereinsmitglieder und zahlreiche Gäste drängten sich im Dorfgemeinschaftshaus an der Hauptstraße der 450-Seelen-Gemeinde.

veröffentlicht am 17.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 04:41 Uhr

Geleitet wird der Verein von der energischen Ute Klawitter, die die Versammlung routiniert und mit viel Charme über die Bühne bringt. Ohne sich in Nebensächlichkeiten zu verlieren, präsentiert Klawitter den Jahresrückblick: von der Silvesterfete über den Umwelttag, die Maiwanderung, das Dorfgemeinschaftsfest anlässlich der Einweihung der Bundesstraße bis hin zum obligatorischen Preisskat.

Ein Blick in den voll besetzten Festsaal zeigt, dass sich die Vereins-Chefin über Mitgliederzahl und Nachwuchs keine Sorgen machen muss. Die jüngeren Generationen sind zahlreich vertreten. Mit 187 Mitgliedern sei die Tendenz steigend, freut sich Klawitter.

„Damals, nach den Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform, ging es um den Erhalt der Ortsteil-Identitäten“, erklärt Helmut Plesche, deshalb seien Mitglieder des Hamelner „Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege“ in die örtlichen Vereine gegangen, um gewachsene Strukturen zu erhalten. In Wehrbergen mit unübersehbarem Erfolg. Wiedergewählt wurde die erste Vorsitzende und ihr Stellvertreter Holger Gerdes, Kassenwart Fred Finkeldey und Schriftführer Günter Scharringhausen und Beisitzer Harald Schäfer. Ortsbürgermeisterin Christine Diercks wurde als dritte Beisitzerin hinzugewählt, Klaus Hahn wird künftig die Kasse prüfen. Auch die Veränderungen im Festausschuss waren wohlvorbereitet: Heinz Wömpener bekam einen Präsentkorb für 40 Jahre Ausschusstätigkeit; Roman Sander, Erick Hocke und Sonja Espenhain wurden neu in den Ausschuss gewählt.

Gerda Eckermann, Günter Saloga und Martin Krüger erhielten Silbernadel und Blumen für ein Vierteljahrhundert treue Mitgliedschaft. Für Martin Krüger, der in Japan lebt, nahm sein Vater, der Ehrenvorsitzende und Vereinsgründer Adolf Krüger, die Ehrung in Empfang. „Die Kinder sind im Bett, also Bühne frei!“ hieß es dann nach 22 Uhr. Die Theatergruppe ließ den Abend mit einigen nicht ganz jugendfreien Sketchen ausklingen. Riesenapplaus und große Heiterkeit beendeten eine Hauptversammlung.



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