weather-image
11°

Gymnasium präsentiert Musical "Anatevka"/ Morgen, Freitag und Sonnabend um 19.30 Uhr im Brückentor

Wenn Tradition und Weltbild langsam zerbrechen

Rinteln (kl). Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Orchester-, Theater- und Technik-AGs des Gymnasiums Ernestinum haben seit Monaten für die Aufführung des Musicals "Anatevka" geprobt. Und morgen um 19.30 Uhr ist die Premiere im Brückentorsaal zu sehen. Weitere Aufführungen folgen am Freitag und Sonnabend zur gleichen Zeit. Karten gibt es zum Preis von acht Euro, ermäßigt für fünf Euro, am Gymnasium und bei der Schaumburger Zeitung.

veröffentlicht am 14.05.2008 um 00:00 Uhr

Morgen Abend sowie am Freitag und am Sonnabend führt die Theater

"Es ist immer wieder beeindruckend, wie engagiert und eigenständig die Schüler arbeiten", lobt Dirk Wilkening, Leiter der Theater-AG. Die Schüler hätten sich um die Plakate, Eintrittskarten, Programmhefte und die Requisiten gekümmert. Viele Requisiten für das Stück, das im Russischen Reich in dem ukrainischen Dörfchen Anatevka, in der vorrevolutionären Zeit um 1905 spielt, konnten die jungen Schauspieler bei der Antikscheune Exten ausleihen. Und bedanken sich dafür ganz besonders. Neben den AG-Stunden "opferten" die Jugendlichen jede Menge Freizeit am Wochenende für ihre Proben. "Besonders wichtig war die einwöchige Fahrt zur Burg Ludwigstein. Ohne diese intensiven Proben wäre die Aufführung des Musicals nicht möglich", erklärt Wilkening. Schließlich müssten Theater-AG, Orchester und die Technik gemeinsam proben. Das Musical Anatevka habe man ausgewählt, weil es von wunderbarer Musik getragen würde und das Thema aktuell sei. Durch die Hauptfigur "Tevje", gespielt von Peter Oldag, wird in dem Stück gezeigt, wie es ist, wenn Tradition und Weltbild langsam zerbrechen. Die Traditionen können dem Fortschritt nicht standhalten und auch die Ausgrenzung von Minderheiten ist in dem Musical ein wichtiges Thema. Zum Inhalt: In dem Dorf Anatevka lebt eine jüdische Gemeinschaft, die großen Wert auf die Tradition legt. Der Milchmann Tevje lebt mit seiner Frau Golde und seinen Töchtern in Armut. Trotz drohender Pogrome im zaristischen Russland bewahrt Tevje seinen Lebensmut und seinen Humor. Seine traditionsbewusste Lebensgestaltung gerät allerdingsin Wanken, als die ältesten seiner Töchter ins heiratsfähige Alter kommen. Mehr wird allerdings noch nicht verraten, denn schließlich sollen möglichst viele Besucher an den nächsten drei Abenden in den Brückentorsaal kommen, um die Mühe der Akteure mit Beifall zu belohnen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt