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Klütschüler feiern ein Instrument

Wenn sich alles ums Klavier dreht

Hameln. Geschenke sind nicht nur schön – sie können auch ungemein beflügeln. Ganz besonders, wenn es sich dabei um ein Instrument handelt, genauer gesagt: um ein Klavier. So ein kostbares Musikinstrument bekommt man natürlich nicht alle Tage gespendet. Umso größer war die Freude an der Klütschule, als die Sparda-Bank den Schülern diesen langgehegten Wunsch erfüllte. Und die revanchierten sich mit einem bunten Nachmittag, bei dem sich alles ums Klavier drehte.

veröffentlicht am 09.06.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

Wer kennt ihn nicht – Loriots Sketch „Ein Klavier, ein Klavier...“, bei dem zwei Möbelpacker das Instrument hereintragen, das die Tante aus Massachusetts geschickt hat, und die Familie sich auf Anweisung des Vaters immer wieder auf Knopfdruck freuen muss: „Oh, ein Klavier, ein Klavier!“ Keine leichte Nummer für die Literatur-AG der Schule, verdichtet sich die Komik dieses Sketches doch von Szene zu Szene und wird dabei zum Text-Marathon für den „Vater“. Lena Evert meisterte diesen schwierigen Part wortgewandt und mit großer Spielfreude.

Die wurde auch beim anschließenden Konzert spürbar, bei dem (natürlich!) das Klavier im Mittelpunkt stand: Die Lehrerinnen Stefanie de Boer und Vanessa Fiedel trugen – begleitet von Magdalena Schmidt – nicht nur ihre „Ode an das Klavier“ vor, sondern später auch Rossinis witziges Katzen-Duett. „Lustig“ ging’s mit Beethoven bei der kleinen Enrika Reidel zur Sache, während ihre große Schwester Maria mit Chopins „Valse op. 64 No.2 ihr beachtliches Können zeigte. Ob die fröhlichen Lieder der 1., 2., 3. und 4. Klassen, Mozarts Menuett für Nannerl (Merle Erdmann), Beethovens Ode an die Freude (Nosheen Rafi, Abisha Arokyanathar), Madita Ebrechts Wiegenlied, Leander Albrechts flotter Boogie, Emma Ostendörfers Polka oder Lasse Buchholz’ Samba – immer war die große Freude der Kinder am Singen und Musizieren spürbar.

Neugierig machte die Chor-AG mit den Songs „Ich komm vom Mars“ und „Wir sind Kinder dieser Welt“ auf das Musical „Die unglaubliche Reise mit der Zeitmaschine“, mit dem die Klütschüler heute bei den Kinder- und Jugendtheatertagen im Hamelner Theater auftreten. Am morgigen Freitag gibt’s um 16 Uhr eine öffentliche Aufführung in der Aula der Klütschule und dort kann dann jeder miterleben, wie vier Freunde auf einem verstaubten Dachboden eine Zeitmaschine entdecken, mit der sie unglaubliche Abenteuer erleben.

Dass die Klütschüler nicht nur musikalisch sind, sondern auch clever und sozial engagiert, untermauerten die Ehrungen am Ende dieses kurzweiligen Klaviernachmittags: Da gab es nicht nur viel Lob für die kleinen Sanitäter und Streitschlichter, sondern auch Urkunden und Preise für Lena Evert und Ole Ellermeier, die bei der Mathe-Olympiade auf Landesebene erfolgreich waren.

Eine CD mit den Fotos von diesem Klaviernachmittag kann man bei Nils Propfen, info@nils-propfen.de bestellen.

„Ein Klavier, ein Klavier“:

Die Literatur- AG führt den Sketch von Loriot auf, macht ihn zum witzigen Einstieg in einen kurzweiligen Nachmittag rund ums Klavier.

Fotos: nls

Die Marsmännchen sind da – Szene aus dem Musical, das heute im Hamelner Theater und morgen in der Klütschule aufgeführt wird.



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