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Hintergrund

Wenn Politiker zum Opfer von Gewalt werden

Bremen (dpa) - Mal sind es politische Motive, mal sind die Angreifer geistig verwirrt. Wenn Politiker zum Opfer von Gewalt werden:

veröffentlicht am 08.01.2019 um 15:03 Uhr
aktualisiert am 12.01.2019 um 13:51 Uhr

Nach dem Attentat: Wolfgang Schäuble wird am 13.10.1990 auf die Intensivstation der Universitätsklinik in Freiburg verlegt. Foto: Dieter Roosen

ANDREAS HOLLSTEIN (CDU): Der für seine liberale Flüchtlingspolitik bekannte Bürgermeister von Altena (NRW) wird bei einem Messerangriff 2017 leicht verletzt.

HENRIETTE REKER (parteilos): Kurz vor der Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin rammt ihr ein Rechtsradikaler 2015 ein Messer in den Hals. Reker überlebt.

ROGER KUSCH (CDU): Eine geistig verwirrte Frau verletzt den Hamburger Justizsenator im Wahlkampf 2004 mit einem Messer.

HANS-CHRISTIAN STRÖBELE (GRÜNE): Zwei Tage vor der Bundestagswahl 2002 schlägt ein Rechtsextremist dem Bundestagsabgeordneten an einem Berliner Wahlstand einen Stock auf den Kopf.

ANGELIKA BEER (damals GRÜNE): Ein Unbekannter verletzt die Parlamentarierin in Berlin 2000 mit einem Messer. Sie hatte zuvor Morddrohungen erhalten.

JOSCHKA FISCHER (GRÜNE): Auf einem grünen Sonderparteitag in Bielefeld wird der Außenminister 1999 mit einem Farbbeutel beworfen - aus Protest gegen den von ihm mitgetragenen Nato-Einsatz im Kosovo. Er erleidet einen Trommelfellriss.

WALTER MOMPER (SPD): In Berlin schlagen Vermummte den früheren Regierenden Bürgermeister 1991 mit einem Holzknüppel und sprühen ihm Reizgas ins Gesicht.

WOLFGANG SCHÄUBLE (CDU): Bei einer Wahlkampfveranstaltung im badischen Oppenau schießt ein geistig Verwirrter 1990 auf den damaligen Bundesinnenminister. Schäuble bleibt querschnittsgelähmt.

OSKAR LAFONTAINE (SPD): Eine geistig verwirrte Frau greift den damaligen saarländischen Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten 1990 in Köln mit einem Messer an und verletzt ihn lebensgefährlich.



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