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Sparrunden sind beiden Seiten nicht fremd / Kreisfeuerwehrverband sorgt für Weiterbildung und fördert den Nachwuchs

Wenn Politiker mit Brandschützern reden

Lachem (ubo). „Schon meine Vorgänger mussten sparen“, sagte Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke und fuhr fort: „Man sollte nicht so tun, als sei es die erste Sparrunde.“ Konkret fragte Wöbbecke Landrat Rüdiger Butte (SPD): „Ist ein Feuerwehrfahrzeug verzichtbar, weil es über 90 Prozent des Jahres in der Garage steht? Wir haben nicht ein einziges Löschfahrzeug.“

veröffentlicht am 16.06.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 17:21 Uhr

In die gleiche Kerbe schlug die Landtagsabgeordnete Ursula Körtner (CDU): „Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Die Sicherheit der Kameraden ist nicht zum Nulltarif zu haben.“ Der Haushalt des Landkreises sei kein Wunschkonzert, aber auch kein Sparkonzert, machte der Landrat deutlich. „Die Politik hat die Entscheidungen zu treffen, um den Brandschutz sicherzu stellen“, schloss der Landrat.

Auf Nachfrage sagte Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke, dass er die Position der Kreisfeuerwehr sowie die Verwendung der Fahrzeuge klarstellen wolle. „Bisher fand ein Gespräch mit der Verwaltung statt. Weitere werden folgen, und entschieden ist noch nichts.“ Immerhin, an der Ausbildung der Feuerwehrleute im Landkreis wurde nicht gespart. Frank Müller, stellvertretender Kreisbrandmeister, erinnerte daran, dass 237 Feuerwehrleute die Truppmannausbildung absolvierten. Die technischen Lehrgänge in Kirchohsen besuchten 346 Kameraden, und 144 wurden an den Feuerwehrschulen Celle und Loy ausgebildet. 33 Brandschutzerzieher waren in Kindergärten und Schulen unterwegs. 3568 Mitglieder beteiligten sich an 5622 Einsätzen.

Kreisjugendwart Carsten Pook berichtete von den 76 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 1033 Mitgliedern. In den Rang des Brandmeisters wurden die stellvertretenden Kreisjugendwarte Carsten Pook und Matthias Kutz befördert. Der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes, Bernd Keitel, und Regierungsbrandmeister Rolf-Dieter Röttger erinnerten an die neue Feuerwehrordnung und die Freistellung vom Arbeitsplatz. Martina Sievers (Aerzen) ist Frauensprecherin der Kreisfeuerwehr. Die Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehren hat der Kreisfeuerwehrverband in seine Satzung aufgenommen. Schrift-, Kassen- und Pressewart sowie der Vertreter der Werkfeuerwehren werden laut Satzung vom Vorstand für drei Jahre gewählt. Die Sieger des Kreiswettbewerbs erhielten neu gestiftete Pokale: bei den wasserführenden Fahrzeugen Tündern und Hachmühlen I und II. In der Gruppe der nicht wasserführenden Fahrzeuge siegte Herkensen I vor Diedersen III, Hemeringen II, Egge II und Unsen. Den Zeittakt-Pokal erhielt Herkensen I. Mit dem goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen wurde Hauptbrandmeister Hans-Jürgen Hoffmann (Hess. Oldendorf) ausgezeichnet. Hauptbrandmeister Helmut Mahlau (Haverbeck) und die Brandmeister Jörg Gottschalk (Rumbeck) und Hubert Brock nahmen das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber entgegen. Die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes erhielt Friedrich-Wilhelm Thies. Ehrenmedaillen des Kreisfeuerwehrverbandes wurden an Brandmeister Cord Fricke (Welliehausen) und Hauptlöschmeister Walter Degener (Bisperode) verliehen.

V. li.: Frank Müller, Walter Degener, Jörg Gottschalk, Carsten Pook, Cord Fricke, Matthias Kutz, Hubert Brock, Friedrich-Wilhelm Thies, Helmut Mahlau, Hans-Jürgen Hoffmann und Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke. Foto: ubo



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