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Außerdem: Hilfsbereitschaft und Engagement für Flüchtlinge / Dank an ehrliche Finder

Wenn man sich als Patient zweiter Klasse fühlt

Rinteln (ur). "Muss man denn wirklich alle kleinen Biotope und Pflanzen am Wegesrand vernichten?" fragt sich Angelika Wagner aus der Nordstadt angesichts einer Entwicklung, die sicher nicht nur sie mit Skepsis registriert: "Eine wunderschöne alte Schlehenhecke wurde jetzt am Hopfenberg vernichtet. Jede Wildpflanze oder Blume am Straßenrand muss einem falsch verstandenen Ordnungsdenken weichen. Selbst der Waldrand wurde unlängst von Glockenblumen und anderen wildblühenden Pflanzen gesäubert." Sie empfiehlt, der Natur überall dort ihren Lauf zu lassen, wo die Sicherheit nicht gefährdet ist.

veröffentlicht am 20.06.2007 um 00:00 Uhr

Überwältigt im doppelten Sinn des Wortes sieht sich Irmtraut Exner vom Ortsverband Rinteln des Deutschen Roten Kreuzes: Im Rahmen einer Sammelaktion für das Flüchtlingslager Friedland hatte sie um Überlassung nutzbarer Fahrräder gebeten, die dann aufgearbeitet und den Bewohnern zur Verfügung gestellt werden sollten: "Wir hatten ja schon diverse Fahrräder in den eigenen Reihen gesammelt, aber durch diesen Aufruf kamen so viele dazu, dass wir jetzt 60 Stück in das Lager transportieren konnten." Von weiteren Angeboten bittet sie allerdings mit vielem Dank für die bisherigen Spenden vorläufig Abstand zu nehmen: "Wenn wieder Bedarf ist, werden wir uns gern erneut an die Öffentlichkeit wenden!" Karin Stuck möchte auf diesem Wege öffentlichen Dank an eine ihr unbekannte türkische Kundin, etwa 50 Jahre, im Rintelner Marktkauf sagen: "Ich hatte nach dem Einpacken meines Einkaufs das Portemonnaie mit über 150 Euro im Einkaufswagen liegen gelassen und diesen schon wieder zurückgebracht. Zum Glück hatdie Frau es sofort bemerkt, als sie den Wagen herausgezogen hatte. Sie lief dann noch hinterher, um mir die Geldbörse zu bringen. Auf meinen Dank meinte sie sinngemäß nur: Das sei doch selbstverständlich!" Ungenannt bleiben will die Patientin eines Rintelner Facharztes, die kürzlich zu einer turnusmäßigen Behandlung im Leistenbereich ging und bei der Gelegenheit auch noch darum bat, er möge sich mal ihre schmerzende Schulter anschauen. "Ihre Zeit ist jetzt leider um", soll der Mediziner geantwortet haben. Die Frau dazu: "Da habe ich mich doch sehr als Patientin zweiter Klasse gefühlt." Sehr bewegt zeigt sich Olga Lehmann aus Rinteln vom Schicksal der von Ausweisung bedrohten Antonia Li und ihrer Tochter Tata, die am Gymnasium Ernestinum zur Schule geht: "Wenn es jetzt als Empfehlung vom Landkreis heißt, sie möge sich von einem Rechtsanwalt vertreten lassen, so stellt sich doch die Frage, wovon sie das bezahlen soll. Wenn es ein Spendenkonto gäbe, würde ich gern etwas darauf einzahlen!" Da uns einige weitere Anfragen in dieser Richtung erreichten, haben wir uns mit karitativen Verbänden in Verbindung gesetzt, mit der Bitte, ein solches Konto einzurichten, damit den potenziellen Spendern eine vertrauenswürdige "Bankadresse" genannt werden kann. Mehr darüber auf der ersten Rintelner Lokalseite! Für die Schaumburger Bürgerinitiative "Energiepreise runter" kritisiert Robert Laack die Tendenz unseres Beitragsüber die Gaspreisentwicklung bei den Stadtwerken Rinteln. Das jüngste bundesgerichtliche Urteil beziehe sich auf einen konkreten Fall und weise nicht den Inhalt der anstehenden Verbandsklagen zurück. "Immerhin steht in dem Urteil auch, dass einseitige Preiserhöhungen ohne Billigkeitskontrolle nicht hingenommen werden müssen!" Auch wenn die Feuerwanzen nicht gefährlich sind - wenn sie so massiv auftreten wie derzeit im Bereich des Kindergartens am Saarweg findet Tanja Stock die kleinen Krabbler nur noch als eklig. Und appelliert daher an die Stadt, die Flut dieser Tierchen im Einzugsbereich des Kindergartens möglichst bald einzudämmen.



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