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Erhalt der Artenvielfalt ist ein wichtiges Thema am Steinhuder Meer

Wenn König Frosch zurückkehrt...

Steinhuder Meer (rd). Kurz nachdem in Bonn die UN-Konferenzüber den Erhalt der weltweiten Artenvielfalt zu Ende gegangen ist, hat die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) auf den Wert der Artenvielfalt "im Kleinen" hingewiesen. Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der ÖSSM: "Die Artenvielfalt hat in den letzten Jahren innerhalb der Schutzgebiete am Steinhuder Meer erheblich zugenommen." Außerhalb der Schutzzonen, so Brandt gegenüber unserer Zeitung, seien dagegen dramatische negative Veränderungen zu verzeichnen.

veröffentlicht am 11.06.2008 um 00:00 Uhr

Der Laubfrosch verschwand in den 1970er Jahren am Steinhuder Mee

Als eine Ursache für einen erheblichen Verlust von Artenvielfalt nennt Brandt den zunehmenden Anbau von Biomasse für Biogasanlagen. "Allein in den letzten Jahren sind quadratkilometerweise Bracheflächen in Nutzung genommen worden, die zuvor wertvolle Pflanzen- und Tierbestände aufwiesen. Heute wird dort Mais oder Wintergetreide angebaut, um es in die Biogasanlagen zu fahren." Dabei sei man von dem guten Ursprungsgedanken der Biogasanlagen abgerückt. In der frühen Entwicklungsphase wollte man landwirtschaftliche Abfälle "veredeln", in dem man aus ihnen Energie gewinnt. "Nur wenige Jahre später leben wir in einer Welt, in der Weizen und Roggen noch vor der Reife geerntet und verstromt wird. Das verteuert die Lebensmittelerzeugung und geht zulasten der Artenvielfalt," so der Biologe. Zur Freude derÖSSM gelingt es wenigstens in den Schutzgebieten am Steinhuder Meer jedoch, eines der Ziele der UN-Naturschutzkonferenz umzusetzen, und zwar die Förderung der Artenvielfalt. Beispielsweise leben Seeadler, Kraniche und Laubfrösche nach jahrzehntelanger Abwesenheit wieder am Steinhuder Meer. VieleArten haben in ihren Beständen wieder erfreulich zugenommen, nachdem ihr Fortbestand auf der Kippe stand. Das fördere vor allem auch den Tourismus. Thomas Brandt: "In erster Linie die großen Vögel wie See- und Fischadler, Silberreiher und Gänsescharen ziehen Menschen in ihren Bann."



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