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Kurse mit der Londoner Handelskammer: VHS Hameln-Pyrmont jetzt Prüfungszentrum für die gesamte Region

Wenn im Berufsleben nichts mehr ohne Englisch geht . . .

Hameln (kar). London ist am Telefon, New York wartet auf eine wichtige E-Mail: Da sind neben beruflicher Kompetenz auch entsprechende Sprachkenntnisse gefragt. Ohne Englisch geht im globalisierten Wirtschaftsleben nichts. Umso wichtiger sind in der beruflichen Weiterbildung Kurse für sogenanntes „Business English“ geworden. An der Volkshochschule Hameln-Pyrmont werden diese in Zusammenarbeit mit der Londoner Handelskammer zwar schon seit 1997 angeboten, zur abschließenden Prüfung mussten die Kursteilnehmer bisher aber immer nach Hannover.

veröffentlicht am 25.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Englisch

Hameln (kar). London ist am Telefon, New York wartet auf eine wichtige E-Mail: Da sind neben beruflicher Kompetenz auch entsprechende Sprachkenntnisse gefragt. Ohne Englisch geht im globalisierten Wirtschaftsleben nichts. Umso wichtiger sind in der beruflichen Weiterbildung Kurse für sogenanntes „Business English“ geworden. An der Volkshochschule Hameln-Pyrmont werden diese in Zusammenarbeit mit der Londoner Handelskammer zwar schon seit 1997 angeboten, zur abschließenden Prüfung mussten die Kursteilnehmer bisher aber immer nach Hannover. Das ist seit diesem Jahr anders: Die heimische VHS ist von der „London Chamber of Commerce and Industry“ – so der offizielle Name der Londoner Handelskammer – als Prüfungszentrum anerkannt. Jetzt kann man auch in Hameln dieses begehrte Zertifikat in Wirtschaftsenglisch erwerben, dem die Stiftung Warentest „hohes Niveau“ bescheinigt hat. „Rund 30 000 Prüflinge in Deutschland absolvieren jedes Jahr Kurse in Wirtschaftsenglisch mit der London Chamber“, sagt Rosa Pipitone, Fachbereichsleiterin für Fremdsprachen an der VHS Hameln-Pyrmont. 50 bis 60 Prüfungen im Jahr verzeichneten VHS-Kursteilnehmer in der Vergangenheit. „Jetzt werden es deutlich mehr“, ist Rosa Pipitone sicher. Denn: Hameln ist alleiniges Prüfungszentrum für die gesamte Region – inklusive der Landkreise Holzminden, Schaumburg und Nienburg.

Zertifikatsprüfungen in Wirtschaftsenglisch gibt es zwar nicht nur bei der Londoner Kammer, sie aber sind nach Recherchen der Stiftung Warentest nicht nur die gängigsten, sondern würden sich auch besonders „gut im Job“ machen. Die Kurse werden auf fünf Niveaustufen mit steigendem Schwierigkeitsgrad angeboten. Die Vorstufe ist für Sprachanfänger gedacht: „Die höchste Stufe ist fast muttersprachliches Wirtschaftsenglisch“, erklärt Pipitone, die die Kurse als „sehr praxisbezogen“ schildert.

Die Aufgaben kommen zentral aus London

Prüfungen werden schriftlich und mündlich abgelegt: „Je nach Schwierigkeitsstufe dauert die schriftliche Prüfung eineinhalb bis dreieinhalb Stunden, die mündliche von sechs, sieben Minuten bis zu 20 Minuten“, so Pipitone. Die Prüfungsunterlagen mit den schriftlichen Aufgaben kommen zentral aus London, die mündliche Prüfung wird von zwei speziell für diese Aufgabe ausgebildeten heimischen Prüfern abgenommen. Ganz ohne Basis-Kenntnisse in Englisch geht’s allerdings nicht. Für die einfachste Kursstufe sei die aber nicht hoch angesetzt: „Schulenglisch reicht aus“, meint die VHS-Fachbereichsleiterin. Bei den Gebühren schneidet die Volkshochschule im Vergleich mit privaten Instituten gut ab: Die Kurse, die rund 60 Stunden umfassen, kosten 150 Euro. Dazu kommen – je nach Prüfungsstufe – 100 bis 140 Euro Prüfungsgebühr. Andere Einrichtungen liegen deutlich darüber, stellte die Stiftung Warentest fest. So nimmt Berlitz Deutschland für 24 Stunden der Stufe 1 bis 2 ca. 1300 Euro.

Das englische Vokabular, das vermittelt wird, deckt hauptsächlich den kaufmännischen Bereich ab und befähigt vom Schreiben eines Briefes über E-Mails bis hin zu Präsentationen. „Der Kursteilnehmer lernt, sich im beruflichen Alltag schriftlich und sprachlich gut zu bewegen“, verspricht Rosa Pipitone. Die Kurse mit der London Chamber sind international anerkannt. Zertifikatsprüfungen in Wirtschaftsenglisch sind auch für Studenten interessant: Sie gelten als Nachweis genügender Englischkenntnisse für ein Studium an vielen englischsprachigen Hochschulen.

Neben Weiterbildungskursen in „Business English“, die von der Volkshochschule direkt bei den Firmen durchgeführt werden, ist künftig auch die Kooperation mit heimischen Schulen angestrebt. „Die berufliche Fortbildung ist uns ein ganz wichtiges Anliegen, das immer mehr Raum einnimmt“, bestätigt Rolf Becker, Verbandsdirektor der VHS Hameln-Pyrmont, der auf Weiterbildung als „positives Signal für die Zukunft der Region“ setzt.



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