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Grünen-Kritik an Kindergartendebatte

„Wenn ich nicht mehr weiter weiß . . .“

Samtgemeinde Niedernwöhren (gus). Die Grünen in der Samtgemeinde Niedernwöhren sind alles andere als zufrieden mit dem Verlauf der aktuellen Kindergartendebatte. Nach dem Eindruck der Politiker gebe das Handeln von Politik und Verwaltung derzeit weder den Elternwillen wieder, noch entspreche es dem Spargebot, das sich Rat und Verwaltung auferlegt hatten.

veröffentlicht am 01.02.2012 um 17:56 Uhr

„Eigentlich hatte der Schulausschuss der Samtgemeinde Niedernwöhren in seiner letzten Sitzung im Januar mit der Aussage geendet, dass erst mal kein Kindergartenstandort geschlossen und ein Konzept erstellt werden soll, damit die finanzielle Belastung der Samtgemeinde durch die derzeit fast 70 freien Plätze in den Kindergärten und Krippen verringert wird“, schreiben Dagmar Kretschmer und Friedrich Eickmann in einer Pressenotiz. Konkrete Vorschläge mit Eltern und anderen Betroffenen seien aber gar nicht erst diskutiert worden. Dies entspreche dem Motto: „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann gründ’ ich einen Arbeitskreis.“

Die Grünen beobachten nach eigenem Bekunden jedoch, dass auf allen Ebenen in der Samtgemeinde Fakten geschaffen werden sollen, die weder der vorgegebenen Diskussionsbereitschaft gegenüber den Eltern entsprechen, der Aussicht auf ein zielgerichtetes und durchdachtes Konzept gerecht werden noch in irgendeiner Weise einen Sparwillen erkennen lassen. Mit der jüngsten Empfehlung des Samtgemeindeausschusses von Ende Januar, ab nächstem Jahr keine Kinder mehr im Kindergarten „Alte Schule“ aufzunehmen, werde nichts gespart (wir berichteten).

Eine Schließung des Kindergartens „Alte Schule“ zum Sommer 2012 sei am Widerstand der Eltern gescheitert. Denn zahlreiche Mädchen und Jungen von dort hätten in eine andere Einrichtung wechseln müssen, was eine Entscheidung komplett gegen die Betroffenen gewesen wäre. „Zur Erinnerung: Es geht um die Kinder“, betonen die Grünen in ihrem Schreiben.

Wenn die Ratsmehrheit dieser Empfehlung gefolgt wäre, dann wäre sie davon ausgegangen, dass in den nächsten Jahren die Anzahl der Kinder, die verschoben werden müsste, so klein würde, dass kein so lauter Widerstand der Eltern zu erwarten wäre. Der korrekte Weg gegenüber Eltern und Kindern wäre es, die Einrichtung über drei Jahre auslaufen zu lassen. Allerdings sehen die Grünen darin aus finanzieller Sicht die schlechteste Variante.

„Die Fraktion der Grünen fragt sich mehr denn je, warum es Rat und Ausschüsse bislang vermeiden, konkrete Vorschläge, wie zum Beispiel von den Grünen eingebracht, zu Ende zu denken und zu erörtern“, heißt es in der Pressenotiz. Stattdessen tauchten neue Vorstöße auf, um die „Alte Schule“ auf kurzem Wege „platt zu machen“. Die Grünen plädierten unter anderem auf das Verlegen des Hortes nach Nordsehl. Im Rat wird allerdings die „Alte Schule“ als Hortstandort favorisiert.



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