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Samtgemeinde begutachtet Zustand der Friedhöfe / Müll-Problem mittlerweile in Griff bekommen

Wenn Grabsteine wackeln und Büsche wuchern

Bad Nenndorf (oke). Die Samtgemeinde Nenndorf hat vor Ostern den Zustand der Friedhöfe in der Samtgemeinde begutachtet. Renate Böttcher, zuständig für die Verkehrssicherheit, die Standfestigkeit der Grabsteine und die Pflegeaufsicht auf den Friedhöfen, registrierte wackelnde Grabplatten, Absackungen und überbordende Bepflanzungen. Ihre Auszubildenden Janine Vogelsang und Daniel Hagedorn dokumentierten die Missstände mittels Digitalkamera.

veröffentlicht am 19.04.2006 um 00:00 Uhr

"Im Großen und Ganzen sind die Friedhöfe gut gepflegt", resümiert Böttcher. Allerdings war das nicht immer so. In Bad Nenndorf sind seit einem Jahr zwei Arbeitskräfte für die Aufsicht eingesetzt, weil die Friedhofsordnung immer öfter gebrochen worden sei. "Insbesondere der privat abgeladene Müll hat uns Probleme bereitet", erläutert Samtgemeindebürgermeister Wilfried Battermann. Unbekannte hatten mehrfach ihren privaten Grasschnitt auf dem Friedhof entsorgt. Mit dem Aufsichtspersonal habe man dies aber wieder in den Griff bekommen. Das Platzangebot bereitet noch Sorgen. Insbesondere der Haster Friedhof ist stark belegt.Über eine Erweiterung habe man schon gesprochen, so Battermann, noch sei diese aber nicht nötig. Die Pflege der Grabanlagen liegt gänzlich in privater Verantwortung. Aushub, Pflanzenpflege und Einebnung müssen demnach in Absprache mit der Samtgemeinde selbst organisiert werden. Oft werde dafür ein Garten- oder Landschaftsbauunternehmer angeworben, wie beispielsweise Holger Lange aus Barsinghausen, der jetzt in Bad Nenndorf beim Ausheben eines Grabes tätig war. Kümmern die Verantwortlichen sich nicht, muss die Samtgemeinde einschreiten. Die wackelnden Grabsteine und ausufernde Bepflanzung stellen sonst ein Sicherheitsrisiko dar. Die beginnende Vegetationszeit eigne sich daher besonders, etwaige Defizite direkt mit den Angehörigen zu besprechen, da viele in dieser Zeit die Anlagen wieder in Ordnung bringen wollen. "Bisher haben wir auch niemanden gehabt, der den Aufforderungen nicht nachgekommen ist", so Böttcher. Bei nicht mehr zu ermittelnden Angehörigen trägt die Samtgemeinde die anfallenden Kosten.

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