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„Magische Zimmer“ im Jubiläumsjahr

Wenn Gäste in heimischen Hotels schwarz sehen …

Hameln (kar). Es knistert leise, während Nebel aus einer leuchtenden Schale wabert. Über den schwarzen Bettüberwurf laufen weiße Mäuse. Im Bad verströmt eine dunkle Seifenratte Patchouli-Duft. Mystische Fotografien an den Wänden, ein Sagenbuch auf dem Nachtschrank, Tassen, die mit dem heißen Schlummertrunk ihre Farbe wechseln, Kräuterheukissen, Handtücher, Kissen, Vorhänge oder Tischdecken in düsterem Schwarz – das alles gehört zur Ausstattung eines „magischen Hotelzimmers“. Zumindest im Rattenfänger-Jubiläumsjahr. Und wenn das Konzept bei den Touristen ankommen sollte, auch darüber hinaus.

veröffentlicht am 21.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 22.04.2009 um 18:23 Uhr

Gabriele Güse dekoriert im Hotel „Stadt Hameln“ eine

Darauf hoffen fünf Partner aus der heimischen Hotellerie, die im Schulterschluss mit der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) an einem Ambiente für Hotelzimmer feilten, das dem Jubiläumsmotto Rechnung tragen soll und sich als Basis-Paket schnell und problemlos in jedem Zimmer – egal, welcher Kategorie – umsetzen lässt.

Beteiligt sind die Hotels „Stadt Hameln“, „Zur Börse“, das Apartmenthotel Hameln und das Rattenfängerhotel Berkeler Warte sowie „Gudruns Gästehaus“ in Aerzen. In Eigenregie wird die Basisausstattung zum Teil mit Deko-Spinnen und Hexenhüten, schwarzen Fenstervorhängen oder schwarzen Laternen aufgestockt. Das Hamelner Jubiläumsbier im Geschenk-Set gibt’s bei allen dazu. Dafür kostet so eine Nacht im „magischen Hotelzimmer“ auch etwas mehr: Mit 10 bis 20 Euro Aufpreis muss der Gast zur gebuchten Kategorie rechnen. „Das variiert von Hotel zu Hotel“, sagt Martin Meier vom Apartmenthotel. Das Verschwinden einiger „magischer“ Utensilien in den Koffern der Gäste ist dabei einkalkuliert.

Schon jetzt verzeichnen die Hoteliers ein großes Interesse an den magischen Zimmern. „Zum Tag der Niedersachsen sind alle vergeben“, sagt Meier, der über zehn „Grusel“-Pakete für seine Zimmer verfügt, die dann auf Anfrage zum Einsatz kommen. Ob 2 oder 15 Basisausstattungen – „wir helfen uns bei Bedarf gegenseitig aus“, so Gabriele Güse vom Hotel „Stadt Hameln“. Sie registrierte sowohl Einzel- als auch Gruppenanfragen für den schaurig-schönen Schlummer im schwarzen Hotelbett. Dabei setzt sie nicht nur auf den „Tag der Niedersachsen“, an dem ohnehin kaum noch ein Bett in Hameln zu bekommen ist, sondern rechnet auch mit kurzfristigen Anfragen bei Jubiläumsveranstaltungen: „Das ist wetterabhängig und wird spontan entschieden.“

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HMT-Chef Harald Wanger erhofft sich von den „magischen Zimmern“ zusätzliche Anreize für das ohnehin schon „gut angelaufene“ Buchungsgeschäft, das sich vor allem auf die Monate Mai, Juni und September konzentriert. Und setzt wie schon bei der Jubiläumskampagne auf einen langfristigen Werbeeffekt, der über das Rattenfängerjahr hinausreicht. Ob das Ambiente den Erwartungen der Gäste entspricht, sie sich von einem „magischen Hotelzimmer“ mehr oder gar etwas ganz anderes versprochen haben, muss sich erst noch zeigen: „Manche erkundigen sich, ob es auch nicht zu schlimm ist“, erzählt Meier, „die beruhigen wir, ohne zu viel zu verraten.“

Martin Meier vom „Apartmenthotel“ demonstriert, wie der Nebelbrunnen funktioniert (li.). Gudrun Stiller arrangiert Kissen auf einem schwarzen Bett vor schwarzem Vorhang in „Gudruns Gästehaus“.



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