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Handwerkerverein Goldbeck feiert hundertjähriges Bestehen mit großem Fest / Sechs Jubilare geehrt

"Wenn die was anpacken, ziehen sie es durch"

Goldbeck (who). Der Handwerkerverein ist seit 100 Jahren eine feste Institution in Goldbeck. Deshalb sind viele Gratulanten gekommen, als der Verein jetzt sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hat.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 16:00 Uhr

Karl-Heinz Anschütz

Dass der Verein trotz seiner 100 Jahre jung geblieben ist, wurde dadurch unter Beweis gestellt, dass nicht nur die altgedienten Vertreter traditionellen Handwerks mitgefeiert haben, sondern auch die jungen Leute des Dorfes. So natürlich besonders am Freitagabend bei einer Disko-Party im Festzelt. Das Programm am Sonnabend begann mit einer Spaß-Meisterschaft im "Menschen-Kicker". Dabei durften sich die Spieler im überdimensionalen Tischkicker fühlen wie die Plastikmännchen beim klassischen Kneipenvergnügen. Die Devise:Niemand bewegt sich von der Stange weg, bis der Schlusspfiff ertönt. Gewinner des Turniers waren am Ende die Gastgeber vom Handwerkerverein vor dem Sportverein. Beim Festakt am Sonntagmorgen waren fast alle der zurzeit 110 Mitglieder dabei. "Zehn mehr als zum 90. Geburtstag im Jahr 1997. Das ist auch gleichzeitig unser bisheriger Höchststand", erklärte der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Anschütz. Darüber hinaus gehöre dem Verein seit einem Jahr auch die erste Frau an. Anschütz: "Ein Novum in der Vereinsgeschichte." Unter den Gästen im Festzelt war neben Ortsbürgermeister Dieter Budde unter anderem auch Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Er würdigte besonders den praktischen Wert des Handwerkervereins. Nicht zuletzt durch Eigenleistungen beim Umbau des Dorfgemeinschaftshauses hätten die Handwerker der StadtRinteln erhebliche Ausgaben erspart. Ortsbürgermeister Dieter Budde dazu: "Wenn die ein Projekt anpacken, dann ziehen sie es auch durch." Die Sänger vom MGV "Waldeslust" Rott bereiteten den Höhepunkt vor: 24 Mitglieder wurden dabei für ihre langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Sechs von ihnen für über 50-jährige Treue: Friedel Budde, Otto Feuerhahn, Herbert Gudehus, Fritz Korbach, Hilmar Meier und Heinz Serak. Karl-Heinz Anschütz erinnerte an die Anfangsjahre des Vereins. "Mitglied konnte nur der werden, der einen Gesellenbrief vorweisen konnte." So sei es bis in die achtziger Jahre gewesen, bis man schließlich den Veränderungen in der Arbeitswelt Rechnung getragen habe. Anschütz: "Wir legen aber immer noch Wert darauf, dass Mitglieder wenigstens eine Ausbildung angefangen haben oder ein Schulabschlusszeugnis vorlegen können." In der ganzen Dauer seines Bestehens hatte der Handwerkerverein Goldbeck bis Anschütz nur sechs Vorsitzende: Heinrich Druffel, Zimmermann; Heinrich Kuhfuß, Stellmacher; Paul Feuerhahn, Müller; Heinrich Hücker, Schuhmacher; Heinrich Lehmeier, Tischler; sowie Dieter Budde, Werkzeugmacher.

Beim "Menschen-Kicker"-Turnier standen sich unter anderem die Te
  • Beim "Menschen-Kicker"-Turnier standen sich unter anderem die Teams vom Dorfgemeinschaftshaus e.V. (in gelben Trikots) und der Ortsfeuerwehr (blau) gegenüber. Foto: who

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