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Neues Angebot in Bad Eilsen / Zwei Stunden Tiefschlaf reichen

Wenn die Nacht zur Qual wird - Klinik-Psychologe weiß Rat

Kundig: Diplom-Psychologe Jens Henriksen beim Vortrag in der Bückeberg-Klinik. Foto: mig Bad Eilsen (mig). Das Problem kennt jeder: Man wacht nachts auf und kann nicht mehr schlafen, wälzt sich von einer Seite zur anderen. Diplompsychologe Jens Henriksen von der Bückeberg-Klinik gibt in Vorträgen Tipps, was man außer Schäfchenzählen noch tun kann, um einen guten Schlaf zu fördern.

veröffentlicht am 05.03.2007 um 00:00 Uhr

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Schlafstörungen: rund ein Drittel der Bundesbürger leiden darunter, ähnlich viele Schlaflose wird es wohl auch in Schaumburg geben. Ursächlich für die Ein- und Durchschlafschwierigkeiten sind Schmerzen, zu niedriger Blutdruck, Schlafapnoe, aber auch Streß, Grübeln und Depression. Dazu kommt, das gerade bei älteren Menschen mit der Zeit das Schlafbedürfnis schwindet. "Die haben dann oft das Gefühl, sie würden zu wenig Schlaf bekommen", erläutert Jens Henriksen in seinem Referat. Um im "grünen Bereich" zu liegen, seien schon zwei Stunden Tiefschlaf ausreichend, so der Diplom-Psychologe. Henriksen warnt deshalb auch eindringlich davor, den Schlaf am Tag nachzuholen. "Wer am Mittag schläft, ist dann nachts ausgeruht und kann wieder nicht einschlafen", erklärt er. Besser sei es, demProblem mit ganzheitlichen Ansätzen zu Leibe zu rücken und sich auf die Suche nach der Ursache zu begeben. Als einen ersten Schritt schlägt der "Haus-Psychologe" der Bückeberg-Klinik deshalb vor, mittels einer Liste einen Überblick über schlaffördernde und -hemmende Ereignisse zu gewinnen. Henriksen: "Wenn ich sehe, dass ich immer wach liege, wenn ich Paprika gegessen habe, ist es einfach." Ebenfalls hilfreich ist eine besondere Gestaltung des Abends und eine gezielte Vorbereitung auf den Schlaf. Dazu zählt die Vermeidung von Licht und Lärm, sowie ein regelmäßiges Ritual direkt vor dem Zubettgehen. Wer dann trotz aller Vorkehrungen nachts wach liegt, sollte die Zeit positiv nutzen und übliche Tagesarbeit machen.

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