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Geschwistervorbereitungskurs stößt auf große Resonanz / Kinder kleiden "Emma" und "Lukas" an

Wenn der kleine Jonas zum großen Bruder wird

Stadthagen (sk). Auf große Resonanz ist der erste Geschwistervorbereitungskurs gestoßen, initiiert von der Geburtshilflichen Abteilung des Kreiskrankenhauses Stadthagen. 14 Kinder im Alter zwischen drei und neun Jahren, die demnächst eine Schwester oder einen Bruder bekommen, ließen sich von Hebamme Ute Gieseking mit praktischen Übungen und Erklärungen auf das neue Familienmitglied einstimmen. Mütter und Väter sahen "aus der zweiten Reihe" zu.

veröffentlicht am 16.05.2008 um 00:00 Uhr

Die Eltern sind Zaungäste: Ute Gieseking beauftragt die Geschwis

Gänzlich unvorbereitet auf die sich ändernde Familiensituation ist kein Kind im Kurs gewesen. Sohn Torben (5) und Tochter Lucie (3) "stellen viele Fragen", so Vater Michael Geisler, der sich am Rande der Veranstaltung mit Matthias Krämer unterhielt, ebenfalls werdender Vater. Krämers Sohn Jonas (3) wird bewusst in die Vorbereitungen auf das neue Geschwisterchen einbezogen. Der Dreijährige hat bereits einen Schnuller ausgesucht und durfte auch die Farbe des Kindersitzes bestimmen, auch wenn - die Beifügung konnte sich der Vater nicht verkneifen - dieser nun nicht zur Farbe des Autos passe. Im Kurs, durchgeführt in einem Veranstaltungsraum des Krankenhauses, ging es um emotionale und praktische Vorbereitung auf ein Geschwisterkind. Auf Kuscheldecken saßen die jungen Kursteilnehmer im Kreis. Alle hatten sich aus einer Kiste Teile von Babybekleidung gefischt, Papierwindeln, Strampler, Hemdchen, Strümpfe, Mützchen. Ute Gieseking hielt derweil die Babypuppen "Emma" und "Lukas" im Arm, die die Kinder nun möglichst selbstständig ankleiden sollten. "Emma" und "Lukas" wanderten von Hand zu Hand. Gestaltete sich das Anziehen zu kompliziert, bot die Hebamme Hilfe an, oder die jeweilige Mutter ging mit dickem Babybauch "zu Boden" und legte mit Hand an. Keinesfalls zimperlich stellte sich Leanne (5) an, stellte "Emma" kurzerhand auf den Kopf, um den roten Stramplerüber die Puppenfüße zu pfriemeln. Proteste irritierten Leanne nicht. "Ist doch ein Spielzeug", wusste die Fünfjährige klar zu differenzieren. Nils (9) hatte ebenfalls Probleme mit dem Baby-Einteiler. Die Strampler-Beine waren zu lang - oder das "Baby" zu kurz. "Die Puppe ist zu Ende", konsternierte Nils - und wohin jetzt mit dem überflüssigen Stretchstoff? Nachdem "Emma" und "Lukas" komplett gekleidet waren - die Mützenbänder eines "Babys" versah Torben (5) sorgsam mit einem Doppelknoten -, rückten die Kinder eng um Ute Gieseking und einen Berg Gummibärchentüten zusammen. Die Hebamme gab noch eine wichtige Ermahnung an die Kinder - "Ihr dürft das Baby nie, nie allein tragen, damit es keine Beulen bekommt" - und las zum Ausklang des Kurses ein Büchlein über die Ankunft eines Babys in einer Familie vor. Dem ersten Geschwistervorbereitungskurs im Rahmen der Elternschule sollen weitere Veranstaltungen folgen, so Bereichsleiterin Katja Pfannkuchen.



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