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Wilhelm-Raabe-Schule Südstadt hat den Fuchsbau als praxisnahen Biologieort entdeckt

Wenn der Garten zum Klassenzimmer wird

Hameln. Die Radieschen sprießen, die Erdbeeren reifen, der Salat wächst – die Viertklässler der Wilhelm-Raabe-Schule Südstadt haben zum Ende des Schuljahres ein ganz besonderes Erfolgserlebnis.

veröffentlicht am 27.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

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Ein Jahr lang haben sie in einer Arbeitsgemeinschaft geackert, gesät, gegossen und gespielt. So wurde der Garten zum Klassenzimmer. Direkt hinter der Schule entdeckten sie ein kleines Paradies mitten in der Stadt – das große, naturnah gestaltete Erlebnisgelände des Hamelner Vereins Fuchsbau.

Ob bei Regen, Minusgraden oder Hitze, einmal in der Woche ging es in den Fuchsbau. Dabei hatten die Kinder und ihre Lehrerin Martina Markut nicht nur viel Spaß; sie lernten auch viel über den Wechsel der Jahreszeiten in der Natur und die Grundlagen des Gärtnerns. Die Kinder mussten dabei auch Geduld aufbringen. Sehr praktisch, dass es auch ein Gewächshaus gibt, in dem die Gemüsepflänzchen vorgezogen werden konnten. Schon im Herbst staunten die Schüler, wie lecker selbst gepflückte Äpfel schmecken und wie einfach man daraus ein gutes Apfelmus zubereiten kann. Den langen Winter verbrachten die Kinder am Lagerfeuer, backten Stockbrot und genossen diese Urform von Wärme. Im Gartenhäuschen stellten die Schüler Vogelfuttermischungen her, füllten sie in Futterglocken und verteilten sie im Garten. Jedes Mal war das Erstaunen groß, wenn beim nächsten AG-Termin alles von den Vögeln verputzt worden war.

Im Frühjahr ging das eigentliche Gärtnern dann richtig los. Das im Herbst umgegrabene Beet wurde begeistert bestellt: Kartoffeln sollte es geben, Radieschen, Zwiebeln, Salat, Zucchini, Erdbeeren. Aber auch Erbsen wollten die Viertklässler naschen, Möhren und Kohlrabi sollte es geben und Zuckermais zum Grillen.

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Dass nach getaner Arbeit das Spielen nicht zu kurz kam, dafür sorgte Detlef Pandel vom Verein Fuchsbau. Er hat immer wieder neue Ideen für Spielgelegenheiten. Meist baut er sie mit seinen Helfern selbst und stellt sie auch vor Ort gleich auf. So wird es nie langweilig im Garten. Alle freuen sich schon auf die Fortsetzung dieses so erfolgreichen Projektes im nächsten Schuljahr.

Die Pflanzen entwickeln sich in den Beeten gut. Die Kinder beobachten alles mit Interesse und gemeinsam geht auch das Unkrauthacken gut von der Hand.



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