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Rechtzeitig sollten die Installationen überprüft werden

Wenn das Wasser vor Väterchen Frost erstarrt

veröffentlicht am 01.12.2012 um 00:00 Uhr

Glitzernde Eiskristalle sind zauberhafte Boten eines kalten Winters – solange sie Bäumen und Sträuchern zu einem weißen Winterkleid verhelfen. Wenn sie zu vereisten Wasserleitungen führen, findet die Freude an dem kalten Schmuck jedoch sehr schnell ihr Ende. Weil sich das gefrierende Wasser machtvoll ausdehnt, kann es auch ganz solide Rohre zum Platzen bringen. Und das kann spätestens bei Tauwetter für sehr unangenehme und oft auch teure Überraschungen sorgen. Besonders gefährdet sind Außenleitungen. Aber auch Wasserleitungen in ungeheizten Räumen sind ein Risiko. Und selbst wenn das Badezimmerfenster über Nacht versehentlich aufgelassen wurde, kann ein geplatzter Waschmaschinenschlauch das Ergebnis sein – zumindest, wenn noch Wasser im Schlauch war, das gefrieren konnte.

Die meisten bewohnten Gebäude sind beheizt, dort ist das Risiko relativ gering, aber auch hier sollten alle Räume regelmäßig kontrolliert werden. Anders die Situation in ungenutzten Gebäuden, die aus Kostengründen im Winter nicht geheizt werden. „Um Schäden von vornherein zu vermeiden, sollten solche ungenutzten Gebäude ausreichend häufig überprüft werden. Wasser führende Installationen sind in solchen Räumen vor der Frostperiode am besten abzusperren und zu entleeren“, empfiehlt Horst Fritz von der Nürnberger Versicherungsgruppe.

Eine Wohngebäudeversicherung, die gegen die mit Leitungswasser verbundenen Gefahren schützt, gleicht auch die während der Frostperiode entstandenen Folgen von Frostschäden an Wasserleitungen und an bestimmten mit dem Rohrsystem verbundenen Einrichtungen aus. Auch Folgeschäden, die etwa beim Tauen der Leitungen durch Nässe entstehen, sind grundsätzlich versichert. Allerdings muss der Hausbesitzer entweder für eine ausreichende Beheizung sorgen oder die Leitungen abstellen. Denn die vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften der Versicherer sollte man den Erfordernissen der Witterung entsprechend beachten.

Tipps gegen berstende Leitungen: Mit Umsicht lassen sich Schäden vermeiden

Fenster in unbeheizbaren Bereichen wie Dachboden und Keller bei Minustemperaturen schließen, Temperaturen überwachen und Rohre dort entleeren.

Wenig genutzte Räume wie Schlafzimmer oder Toilette auf kleiner Stufe heizen.

Vor dem Winterurlaub die Brennstoffvorräte prüfen.

Nachbarn oder Bekannte bitten, die Heizung möglichst oft zu kontrollieren.

Äußere Wasserhähne und Rohre schließen, das Wasser an der tiefst gelegenen Stelle ablassen.

Lieber rechtzeitig schauen, dass die Heizung läuft und gefährdete Wasserleitungen leer sind. Denn wenn Eis die Leitungen zum Bersten bringt, kann es richtig teuer werden.

Foto: djd/Nürnberger Versicherungsgruppe/thx



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