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Serie "Ortsvorsteher" / Heute: Helmut Meier ist seit 32 Jahren Ortsvorsteher in Hattendorf - "bin immer ansprechbar"

"Wenn alles funktioniert, dann erwähnt das niemand"

Hattendorf (la). Helmut Meier ist einer der dienstältesten Ortsvorsteher der Gemeinde Auetal. Seit 32 Jahren kümmert er sich um die Wünsche der heute 550 Einwohner in Hattendorf und knüpft die Verbindung zwischen dem Dorf und der Verwaltung in Rehren.

veröffentlicht am 18.06.2008 um 00:00 Uhr

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"Früher haben die Bürger bei mir ihre Ausweise beantragt oder verlängern lassen, das ist heute nicht mehr so. Jeder hat ein Auto und damit die Möglichkeit, mal eben die vier Kilometer bis Rehren zu fahren", sagt Helmut Meier. Trotzdem hat der Ortsvorsteher in Hattendorf einiges zu tun. "Anfragen gibt es immer wieder zu unserem Friedhof. Er wurde 1982 als Rasenfriedhof angelegt. Die Bürger bemängeln zu kleine Flächen und das Fehlen der Grabeinfassungen. Die Gräber sind pflegeaufwendiger", erläutert Meier. Das sei aber von der Gemeinde damals so gewollt worden, er versuche dann immer zu vermitteln. Natürlich würden auch in Hattendorf immer wieder Hinweise auf zugewachsene Gossen, nicht funktionierende Straßenlaternen oder schlechte Straßen gegeben. "Wer jeden Morgen in die gleiche Pfütze tritt, der ärgert sich dann schon mal", weiß der 68-jährige Ortsvorsteher. Trotzdem könnten nicht alle Mängel sofort abgestellt werden. Für die Reparatur einer einzigen Straßenlaterne zum Beispiel könne sich die Gemeinde keinen Hubwagen ausleihen, "das käme zu teuer". Daher werden im Rathaus ähnliche Mängel gesammelt und dann zeitgleich abgearbeitet. "Wir können nicht alle Wünsche erfüllen, denn wir verfügen nur über begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen", sagte Bürgermeister Thomas Priemer, der am Donnerstag wieder einige kleinere "Beschwerden" aus Hattendorf entgegennehmen musste. "Trotzdem dauert manches einfach viel zu lange", kritisierte Meier. Helmut Meier hat in Hattendorf keine Sprechstunde eingerichtet. "Ich bin Rentner und deshalb immer für die Bürger ansprechbar." Natürlich packt der engagierte Ortsvorsteher auch fleißig selbst mit an, um das Dorf schön zu halten. Regelmäßig bekämpft er Unkraut, kümmert sich mit um den Erhalt des Wassertretbeckens und bringt viele Aktionen in Gang. "Viele Dorfbewohner sind Grünflächenpaten. Dazu brauchen sie keine Urkunde. Für die meisten ist es selbstverständlich, dass sie die Beete vor ihren Häusern pflegen", so Meier. Zweimal pro Jahr lädt der Ortsvorsteher alle Vereinsvertreter ein, um gemeinsame Maßnahmen zu planen. So wurde zum Beispiel der Kirchplatz umgestaltet. "Ich würde mir für Hattendorf wünschen, dass eine Dorfgemeinschaft gegründet wird, die den Ortsvorsteher unterstützt", so Priemer. Zunächst ist Helmut Meier noch bis 2011 zum Ortsvorsteher bestimmt. Er macht den Job gern, auch wenn er mehr Ärger als Lob einbringt: "Alle schreien sofort, wenn eine Straßenlaterne nicht leuchtet, aber wenn alles funktioniert, erwähnt das niemand."



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