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Ortsrat dennoch gegen Schließung der Schulaußenstelle / Kämmerer: Finanziell teure Angelegenheit

Weniger Schüler - Klassenräume stehen leer

Krainhagen (rnk). Neues Jahr, altes Thema, gleicher Beschluss: Einstimmig hat sich der Ortsrat gegen eine Schließung der Grundschule in Krainhagen ausgesprochen.

veröffentlicht am 11.01.2007 um 00:00 Uhr

Unter der Nummer 121 aus 2006 hatte die Verwaltung dem Gremium am Dienstagabend die neue Schülerzahlenentwicklung und Zahlen über den Leerstand von Räumen in der Hauptstelle der Grundschule in Obernkirchen vorgelegt. Grund dafür war ein Brief von Rektor Claus Dieter Gnad, dem es "mit Anlauf der neuen Ratsperiode" sinnvoll erschien, auf die "demographische Entwicklung in Obernkirchen und die daraus zu folgernde Anpassung des Schulangebotes" hinzuweisen. Sein Fazit konnte klarer nicht sein: Die Schülerzahl in Krainhagen und Röhrkasten reicht bis einschließlich 2012/20013 nicht aus, um eine Klasse in der Außenstelle zu bilden. Im Schuljahr 2007/08 würden nur neun Schüler dortunterrichtet, selbst im Spitzenjahr 2009/10 würden es nur 19 Kinder sein, die in Krainhagen beschult würden. Dazu, so Gnad, komme, dass in der Hauptstelle Obernkirchen vier Klassenräume und ein Betreuungsraum nicht genutzt würden. Sollte also die Außenstelle Krainhagen weiter genutzt werden, dann würde ab dem Schuljahr 2008/09 ein weiterer Klassenraum leerstehen, so Gnad. Damit nicht genug: Bis zum Schuljahr 20011/12 würde der Leerstand auf acht Klassenräume und einen Betreuungsraum anwachsen. Daher möge in den Gremien des neuen Rates "erneut" darüber nachgedacht" werden, wie man "hier vorgehen" möchte. Neue Argumente für den Erhalt der Außenstelle gab es im Ortsrat nicht, heute wird sich ab 17 Uhr der Schulausschuss im Lehrerzimmer der Grundschule am Kammweg in seiner öffentlichen Sitzung mit den Zahlen befassen. Dass sie überhaupt auf den Tisch kamen, wunderte vor allem Ortsbürgermeister Thomas Mittmann (SPD): Er habe gedacht, dass nach der langen und öffentlichen Debatte im letzten Jahr das Thema erst einmal von der Tagesordnung verschwunden sei. Warum sich Rektor Gnad nun wieder geäußert habe, sei für ihn daher nicht recht nachvollziehbar. Großen Hoffnungen, dass die Schließung in den nächsten Wochen und Monaten nicht erneut diskutiert werden wird, gab sich im Ortsrat vorgestern niemand hin. Schließlich hatte es Stadtkämmerer Wolfgang Seele in der Sitzung an Deutlichkeit nicht fehlen lasse: Die Stadt werde über 30 000 Euro in die Hauptstelle investieren, außerdem würden dort 14 000 Euro Betriebskosten pro Jahr anfallen. Das sollte heißen: Aus dem finanziellen Blickpunkt betrachtet, sei die Außenstelle weiterhin eine teure Angelegenheit.



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